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Ratingen
Starker Endspurt im Weihnachtsgeschäft

Ratingen: Starker Endspurt im Weihnachtsgeschäft
Auf dem Sackerhof in Tiefenbroich gab es auch Spaß für die Kleinen. FOTO: Blazy, Achim (abz)
Ratingen. Regen kann die Kunden in den Stadtteilen nicht stoppen. Die Händler sind mit dem verkaufsoffenen Sonntag zufrieden. Von Gabriele Hannen und Norbert Kleeberg

Der Trend ist klar: Immer mehr Menschen kaufen erst ab Mitte Dezember ihre Präsente fürs Fest. Dies hat auch eine Weihnachtsumfrage der FOM-Hochschule ergeben. Und so war der gestrige verkaufsoffene Sonntag weit mehr als eine Momentaufnahme. Der Regen konnte die Kunden, die sich in der Innenstadt, in Ratingen West, in Tiefenbroich und Lintorf nach Passendem umsahen, nicht stoppen. Dirk Wittmer (Johann und Wittmer) zeigte sich mit dem Verlauf des Tages zufrieden. Er betonte: "Unser Parkplatz in West war voll. Es war aber nicht hektisch, die Kunden konnten sich ganz entspannt informieren und umschauen." Und so sah es auch in Lintorf aus, wo man in Sachen Kundschaft in viele bekannte Gesichter blickte.

Ein Reisebus kam aus Oberhausen und brachte City-Kauf-Chefin Manuela Kessler zu erfreutem Staunen. Sie befand: "Dort ist auch ein verkaufsoffener Sonntag - und dann kommen trotzdem Kunden ins kleine Ratingen." Es machte sich dann nicht nur eine Busladung auswärtiger Besucher auf in die Innenstadt, es kamen auch erfreulich viele Einheimische in die Stadt. Der Handel wirkte zufrieden. Dort glänzte die Festbeleuchtung, dort glänzte das Kopfsteinpflaster vom warmen Regen, dort glänzten wahrscheinlich auch viele Kinderaugen.

Beratung ist wichtig: Dirk Wittmer (links) zeigt Kunden ein Kaffeemaschinensystem mit ökologischen Kaffeepads. FOTO: Blazy, Achim (abz)

Viele Adventskunden hatten sich schon um die Mittagszeit aufgemacht, um in Ruhe über die Weihnachtsmärkte zu bummeln, über den auf dem Marktplatz und den katholischen rund um St. Peter und Paul, um eine Waffel, einen eleganten französischen Pfannkuchen - Crêpe genannt - zu essen, etwas Herzhaftes zu probieren und auch am Bratwurststand halt zu machen. Wenn Bratwürste erfahrungsgemäß auch manche Schwierigkeiten machen können. Und weil sie denn schon einmal da waren, gingen die Kunden dann auch weiter, besuchten die Geschäfte. "Uns gefällt es, wenn man mal ohne Hektik hier schauen und dort langsam aussuchen kann", berichtete eine Dame, die mit ihrem Ehemann unter anderem in einer Parfümerie die dort angebotenen 20 Prozent Rabatt gerne in Anspruch nahm.

Anschließend sah man sich noch in einem Buchladen um, prüfte hier, vertiefte sich dort ins Angebot. Die Dicke Berta-Bahn tuckerte wie immer am Wochenende auch durch die Grütstraße und bot ihren kleinen Fahrgästen eine beschauliche Tour und ein Dach über dem Kopf. Und was ein eingefleischter Ratinger Käufer ist, so macht der sich auch nichts daraus, mit dem Regenschirm unter den gebündelten LED-Leuchten, den flammneuen, durch die Stadt zu schlendern. Zumal dann, wenn es - wie gestern - nicht gerade wie aus Eimern schüttete. Manuela Kessler wusste von etlichen Geschäften zu berichten, die mit besonderen Aktionen geworben hatten und auch manchen Euro für die Wohltätigkeit spenden wollten.

Der Schirm war gestern ein wichtiger Begleiter: Zahlreiche Kunden schauten sich in der Innenstadt nach Präsenten fürs Fest um. FOTO: Achim Blazy

Die beiden Stadtkirchen hatten geöffnet; vor St. Peter und Paul stand ein ganzer Wald frischer Tannenbäume bereit, der vom Küster und seinen Helfern schon einmal im Innenraum aufgestellt werden sollte - Weihnachten ist nicht mehr lange hin. Übrigens gab es auf dem Adventsmarkt nebenan einen heimlichen Verkaufsrenner: säuberlich gefaltete Engel, aus den zarten Blättern nicht mehr aktueller Gebetbücher hergestellt.

Unter Kennern werden sie die "Gotteslob-Engel" genannt und sind jetzt in mehreren Hundertschaften unterwegs, um in Ratinger Wohnzimmern festliche Atmosphäre zu verbreiten.

Quelle: RP
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