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Ratingen
Start für den neuen Altenpflege-Anbau

Ratingen: Start für den neuen Altenpflege-Anbau
Bagger und Baukran sind auf dem Gelände an der Werdener Straße bereits im Einsatz. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. An der Werdener Straße haben die Arbeiten begonnen - es ist der erste Teil des Millionen-Projektes der St. Marien-Krankenhaus GmbH. Von Norbert Kleeberg

Der Baukran steht, der Bagger wütet - es geht voran. Das bereits im Frühjahr präsentierte Bauprojekt zur Erweiterung und Modernisierung des St. Marien-Seniorenheims hat begonnen. "Nachdem wir schon Mitte Juli damit angefangen haben, das Bau-Areal an der Werdener Straße vorzubereiten, konnten wir nun wie geplant mit den Bauarbeiten beginnen", meinte Geschäftsführer Ralf Hermsen zum Bauvorhaben.

Die St. Marien-Krankenhaus GmbH investiert massiv in die Zukunft und hat dabei einen ausgesprochenen Wachstumsmarkt im Blick: Es geht um ältere Menschen, die fachliche Pflege und Betreuung brauchen. Bis zum Jahr 2030 werde sich die Zahl der sogenannten Hochbetagten (Menschen ab 80) in Ratingen um 70 Prozent erhöhen, betonte Hermsen anlässlich der damaligen Vorstellung zweier Projekte, die angesichts des Investitionsvolumens auf dem Krankenhaus-Markt durchaus aufhorchen lassen.

So wird die GmbH als Träger des St. Marien-Seniorenheims einen Altenpflege-Anbau verwirklichen. Ab dem Jahr 2018 müssen nach gesetzlicher Vorgabe in NRW stationäre Pflegeheime einen Einzelzimmeranteil von 80 Prozent anbieten (dazu gehört auch eine Nasszelle). In dem Neubau sind 21 Einzelzimmer in einer Gesamtgröße von jeweils 22 Quadratmetern vorgesehen. Auch die Verwaltung wird in dem L-förmigen Anbau Platz finden. Ist diese Maßnahme abgeschlossen, geht es in einem zweiten Schritt an das bestehende Gebäude des Seniorenheims, das abschnittsweise modernisiert wird. Gleichzeitig wird im heutigen Verwaltungsbereich ein weiteres Angebot für demenzerkrankte Menschen mit einem geschützten Garten und einem Innenhof geschaffen. Ein weiterer Vorteil: Man kann die bisherige Bewohnerzahl von 168 gemäß den neuen gesetzlichen Vorgaben weiterhin halten. Rolf Theißen, der Beiratsvorsitzende, räumte bei der Vorstellung der Projekte ein, dass man auch vor der Überlegung stand, einen völlig anderen Weg einzuschlagen, also Plätze abzubauen. Letztlich habe man sich für diese offensive Strategie entschieden, weil die demografische Entwicklung in Ratingen dieses Konzept trage. Und so steht eine weitere Investition ins Haus: Auf der Tiefgarage soll es einen Neubau geben, der Platz für betreutes Wohnen bietet. 45 Wohneinheiten seien dort vorgesehen, erklärte Hermsen.

Das Investitionsvolumen beträgt rund 7,5 Millionen Euro. Man treibe die Planungen zu diesem Projekt parallel voran, so Hermsen. Das erste Vorhaben (Anbau für die Altenpflege und Modernisierung des Gebäudes) soll in spätestens drei Jahren abgeschlossen sein. Kosten: elf Millionen Euro.

Die GmbH hat das Architekturbüro KFP in Essen mit der Projektplanung beauftragt, das auf Maßnahmen dieser Art spezialisiert ist. Man will sicherstellen, dass die Belastungen während der Bauphase gering bleiben.

Quelle: RP
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