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Heiligenhaus
Stipendien sorgen für mehr Mobilität

Heiligenhaus: Stipendien sorgen für mehr Mobilität
Professor Christian Weidauer (links) legte Bilder aus, mit denen die Stipendiaten beschreiben konnten, wie sie das Stipendium nutzen werden. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Der Campus Velbert/Heiligenhaus hat 13 Stunden ausgezeichnet. Von Henry Kreilmann

Aus 40 willkürlich aufgenommenen Fotografien sollen 13 Studierende des Campus Velbert/Heiligenhaus ein Bild heraussuchen, das sie anspricht und das vielleicht sinnbildlich für ihre momentane Lebenssituation steht. Was genau sie mit diesen Bildern verbinden, das möchte nicht nur Standortleiter Christian Weidauer gerne wissen, sondern eine ausgesuchte Runde im Rahmen einer kleinen Feierstunde: Denn diese 13 Studenten sind allesamt frisch gebackene oder bereits zum wiederholten Male Stipendiaten, die ein Jahr lang eine monatliche Zuwendung von 300 Euro erhalten.

Ausgewählt wurden sie aufgrund ihrer Noten und ihres Engagements. Worin die Studenten das Geld investieren, das weiß auch Bürgermeister Michael Beck von den vergangenen Stipendiatenfeiern: "Ich habe da immer einen Tankwart vor Augen." Und tatsächlich haben sich die Studenten Bilder ausgesucht, die sich in vielen Fällen um das Thema Mobilität drehen.

So wird Alexander Auras aus dem ersten Semester im Master das Geld nutzen, um die einstündige Fahrt zwischen seiner kleinen Familie, in der ein Zweijähriger auf ihn wartet, und der Hochschule "unter einen Hut zu bekommen". Auch Lukas Buntrock, Erstsemester im Bachelor, kommt das Geld gelegen. Er hat sich ein Foto von einer Treppe ausgesucht, die nach oben führt: "Das heißt für mich, dass es wieder bergauf geht, denn ich bin Dialyse-Patient und kann mich dank des Stipendiums Vollzeit auf mein Studium konzentrieren." Zur Verfügung gestellt werden die Gelder je zur Hälfte von der öffentlichen Hand, also dem Deutschland-Stipendium, sowie einer regionalen Stiftung. Seit Beginn der Fördermöglichkeit am Heiligenhauser Standort unterstützt bereits die Alice und Hans Joachim Thormählen-Stiftung die ambitionierten Nachwuchs-Ingenieure. Vorstand Karl Kristian Woelm berichtete, dass die Stipendiaten der Stiftern Alice Thormählen sehr am Herzen lägen.

In diesem Jahr werden von dieser Adresse elf Nachwuchs-Ingenieure unterstützt. Jeweils ein weiterer wird erstmals von der Heiligenhauser Sparkassen-Stiftung sowie von einem anonymen Spender gefördert. Für den Studenten Lukas Friedrichsen kommt der Zuschuss ebenfalls gelegen, ohne Betrieb ist er finanziell auf sich allein gestellt. Der Düsseldorfer Sven Wallner kümmert sich regelmäßig um seine Großeltern, dank des Zuschusses muss er dann nicht mehr mit Bus und Bahn pendeln. Schneller in der Uni sein, das wollen zukünftig auch Markus Dannehl, der sich auf ein neues Fahrrad freut, und Tobias Döring, der auf vier Räder setzt. Joelina Miriam Gerards, wie auch David Middrup und Sven Schreiber sind gerade jeweils in neue Wohnungen gezogen. Seine Begeisterung für Flugzeugtechnik kann Sebastian Marc Krüll mit seinem Stipendium zelebrieren.

Quelle: RP
 
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