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Ratingen
Stunker und die böse Mirja bei der Zelt Zeit

Ratingen: Stunker und die böse Mirja bei der Zelt Zeit
Heiner van Schwamen, Bruno Schmitz und Mischa Lenz (von links) legten gestern das komplette "Zelt Zeit"-Programm vor. FOTO: achim blazy
Ratingen. Das Festival findet an den Pfingsttagen wieder am Grünen See statt. Vier Tage lang gibt es Kultur und Unterhaltung. Von Valeska von Dolega

"Wir sind ein bisschen erfahrener und erwachsener", resümiert Heiner van Schwamen die vergangenen Jahre. 1998 aus der Taufe gehoben, feiert die Zelt Zeit jetzt ihren 18. Geburtstag. Diese Volljährigkeit wird mit einem viertägigen Programm gefeiert. Quasi wie immer werden die Pfingsttage damit zur Kulturzeit.

Vier Tage lang wird ein eigens aufgestelltes Zelt am Grünen See zur Pilgerstädte für Kulturfans aller Art. Der Auftakt am Donnerstag, 21. Mai, wird total lokal. Das Motto heißt "RHDS" und das ist keine neue Krankheit oder etwas Geheimdienstliches, die Initialen stehen für "Ratingen hat die Superstars". Oder zumindest die Lokalmatadore, die auf dem Sprung sind, solche zu werden. Bernhard und Lotta Schultz, Ritchie XXS, Gipsy-Swing-Gitarrist Joscho Stefan, Svenja Kupschus aka Friday & the Fools wollen dann ihr Publikum mit Auszügen ihrer Programme erfreuen. Moderiert wird der Spaß von der Directrice de la Chanson Nadine Pungs.

Freitag, 22. Mai, gibt es dann Stunk, nicht irgendeinen, sondern von den sonst im Kölner E-Werk auftretenden Kabarettisten. Bruno Schmitz und elf Kollegen wollen ihre Mischung aus politischen Einlassungen, niveauvollem Blödsinn sowie guten Beats präsentieren. Josef Piek und Frisco Lücht umrahmen musikalisch, moderiert und zusammen gehalten werden die einzelnen Beiträge durch Reiner Rübhausen.

Samstag, 23. Mai, öffnet sich der Vorhang für die fernsehprominente und verschiedenen Preisen ausgezeichnete Mirja Boes. Zusammen mit den Honkey Donkeys wird die bewährte Kodderschnauze über verschiedene Themen laut nachdenken. Unter der Überschrift "Das Leben ist kein Ponyschlecken" denkt sie über formende Unterwäsche, die Verweilzeit der von Kinderhand gemalten Bilder sowie perfekte Mütter nach. Ob das Stand up mit Musik oder umgekehrt ist, darf jeder selbst entscheiden. "Egal", sagt die Komödiantin selbst, "auf jeden Fall ist es noch mehr Mirja."

Sonntag, 24. Mai, rocken dann Kasalla das Zelt und seine Besucher. Diese Kölsch-Musiker sind in der Domstadt bereits eine feste Größe, bespielten in Berlin, Hamburg und München ausverkaufte Clubs.

Aber die Zelt Zeit ist nicht allein abendliche Unterhaltung. Am Wochenende bietet sie mit Unterstützung der Stadt, die das Ereignis übrigens mit der im Haushalt verankerten Summe von 8000 Euro bezuschusst, und dem Partner LEG ein abwechslungsreiches Tagesangebot. Unter anderem werden dann eine Kinderolympiade veranstaltet sowie andere spielerische Wettkämpfe. Gaukler Björn wird bespaßen, die Crossover-Band S.a.c.k. auftreten und ein Bauer aus Borken mit seinen Tieren aus dem Streichelzoo für schöne Momente sorgen. Sonntagfrüh um 11 Uhr wird es dann sportlich, dann steigt in Zusammenarbeit mit Jürgen Robbel das Zelt Zeit Rennen.

Auf die schöne Idee, die Pfingstfeiertage zu einem kleinen Kulturereignis zu machen, kamen Gymnasiallehrer van Schwamen und sein Mitstreiter Bruno Schmitz gemeinsam. Beide sind kulturaffin, wollten etwas für den Stadtteil bewegen und Menschen vor Ort begeistern. Das ist offensichtlich gut gelungen. Denn die Zelt Zeit ist ein im Kulturkalender etablierter Termin.

Quelle: RP
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