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Ratingen
Trend für 2015: Ausgehen in der City

Ratingen: Trend für 2015: Ausgehen in der City
Gerade die Gastronomie-Szene rund um den Marktplatz trotzt der allgemeinen Entwicklung im Immobilienbereich der Ratinger Innenstadt. FOTO: Achim Blazy.
Ratingen. Die Gastronomie-Szene in der Innenstadt wird immer bunter. Neue Nachbarn gibt es zum Beispiel am Marktplatz. Von Karl Ritter

Georgia Pilingou freut sich auf den kommenden Donnerstag: "Dann haben die Vorarbeiten endlich ein Ende, wir können eröffnen." Seit September haben die gebürtige Ratingerin und ihr Ehemann Michalis Kokologiannakis mit der ganzen Familie daran gearbeitet, ihr griechisches Lokal "Meltemi" in bester Lage am Marktplatz, Ecke Gruitstraße auf Vordermann zu bringen. Fast zwei Jahre stand das Lokal in der exponierten Lage leer.

Dass es das junge Ehepaar (sie ist studierte Betriebswirtschaftlerin, er Koch) tatsächlich wagt, ist eher ein Zufall: "Wir sind spazieren gegangen und haben den Zetell im Fenster gesehen. Und dann haben wir gesagt, ein Anruf kostet nichts", erinnert sich Pilingou. Was folgte, war eine Besichtigung mit der Familie Egenberger, der das Haus gehört. Schnell reifte der Entschluss: "Wir machen das."

Wer das Lokal betritt und weiß, wie es vorher aussieht, wird überrascht sein - die Familie hat mit viel Engagement und Talent zur Gestaltung eine echte Verwandlung hinbekommen. "Meine Schwester ist Designerin, Sie hat sich ebenso wie der Rest der Familie sehr stark engagiert", berichtet die Ratingerin, die nach dem Mutterschutz in die Gastronomie gerutscht ist.. Wo früher dunkle Möbel und Nischen vorherrschten, bestimmen heute helle und freundliche Farben das Bild. Fast wirkt es ein bisschen wie eine kleine griechische Taverne, was das Ehepaar und seine Unterstützer hier gezaubert hat.

Koch Michalis Kokologiannakis (vorne) und Koala Pilingou, Anna Alpaka, Georgia Pilingou und Sotirios Katsiaras freuen sich auf die Neueröffnung. FOTO: Blazy, Achim (abz)

Fünf Container (Sperr-)Müll standen am Ende der Renovierung vor der Tür. Während sich vor allem der kleinteilige Einzelhandel immer mehr aus der Innenstadt zurückzieht, blüht vor allem die Gastronomie-Szene auf - zum Beispiel auch für die Volksbank ein Grund, im Frühsommer an den Marktplatz zu ziehen: "Gerade die lebendige Kneipen- und Restaurant-Szene als Anziehungspunkt ist auch für uns als Bank spannend", so ein Sprecher im Dezember gegenüber unserer Zeitung. Und auch ein anderer direkter Nachbar des "Meltemi" ist froh, dass sich nach dem lange Leerstand etwas tut: "Es freut mich, dass sich jemand gefunden hat, der hier etwas auf die Beine stellen will", findet Daniel Schilling, Pfarrer von St. Peter und Paul.

Das Betreiber-Ehepaar freut sich auf jeden Fall auf die Zeit mit dem eigenen Restaurant und hofft auf gute Nachbarschaft. Und auch in der sich weiter entwickelnden Gastronomie-Szene der Innenstadt will Georgia Pilingou sich ihren Platz sichern: "Wir möchten traditionelle griechische Küche mit modernen Elementen verbinden", erzählt sie. Dazu gibt es eine nicht zu überfrachtete Stammkarte sowie eine wechselnde Mittagskarte: "Frische und hochwertige Ware zu benutzen, das haben wir uns auf die Fahne geschrieben", so Michalis Kokologiannakis, der zwölf Jahre lang in der Küche eines Fünf-Sterne-Hotels auf Kreta gearbeitet hat. Angst vor einem Fehlschlag haben beide nicht: "Hier in der Stadt arbeiten viele Menschen, es herrscht trotz aller Umstände auch eine hohe Frequenz an Kunden. Gepaart mit der Vielfalt rund um den Marktplatz sind wir eine gute Ergänzung ", so die Neu-Gastronomen.

Quelle: RP
 
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