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Ratingen
Umbau der Markthäuser hat begonnen

Ratingen: Umbau der Markthäuser hat begonnen
FOTO: Blazy, Achim
Ratingen. Schon im November soll Gerry Weber einen Edel-Laden eröffnen. In 2016 werden Markt 19 und 20 abgerissen. Von Joachim Preuss

Seit einer Woche ist es nicht zu übersehen: Der Umbau der ersten Markthäuser ist bereits in vollem Gange. Nach jahrelangem Gezerre um Nutzung und Aussehen der Gebäude ziehen die Handwerker nun den Schlussstrich. Investor Gunnar Marx ist fest entschlossen, den doch recht sportlichen Zeitplan einzuhalten: Bereits im November soll der Gebäudeteil über und neben der Commerzbank (Markt 18) soweit umgebaut sein, dass dort Gerry Weber eröffnen kann. Baudezernent Jochen Kral freut sich, dass es endlich losgeht und verspricht, dass die Stadt mit der Neupflasterung vor den Gebäuden rechtzeitig fertig sein werde. Die Ausschreibung werde gerade vorbereitet, sagte er gestern.

Rund um den Komplex Markt 17-18 wurde ein Bauzaun errichtet. Der Eingang zur Commerzbank, deren Räume bereits saniert wurden, gleich einem Tunnel: Die Holzverschalung wurde angebracht, damit der markante Turm, der einst zum Hotel Altenkamp gehörte, Stück für Stück abgerissen werden kann. Kral ist froh, dass der Baukran hinter dem Gebäude seinen Platz gefunden hat. Im ehemaligen Hotel klafft bereits ein Riesenloch: Erst wird alles rausgerissen, dann wird nach dem neusten Stand der Technik alles für den künftigen Gerry Weber-Laden vorbereitet. Er wird nach dem Vorbild des erst im vergangenen Jahr vorgestellten Ladenkonzept des Bremer Flagship-Stores eingerichtet. Ein Edel-Laden also.

Mit dem Standort Ratingen haben die Gerry Weber-Manager schon gute Erfahrungen gemacht: Der Konzern hatte Wissmach übernommen und die Ratinger Filiale in einen Taifun-Shop umgewandelt, der nach eigenen Angaben "sehr gut" läuft. Und auch mit Gunnar Marx arbeitet der Konzern mit Sitz in Halle/Westfalen seit Jahren erfolgreich zusammen. Für Kral ist besonders wichtig, dass Gunnar Marx die Gebäude gekauft hat und weiter in Privatbesitz halten will: "Das ist ein klares Bekenntnis zur Stadt Ratingen." Und eine sichere Geldanlage: Denn über dem Geschäft sollen noch acht hochwertige Wohnungen entstehen, mit Größen von 74 bis 164 Quadratmetern. Vorrang hat jedoch der Ausbau des Landelokals, so dass mit der Fertigstellung der Wohnungen erst für Frühjahr oder Sommer 2016 gerechnet wird.

Im kommenden Jahr geht es dann auch mit dem zweiten Bauabschnitt los: Die Häuser Markt 19 und 20 werden abgerissen. An ihrer Stelle werden Neubauten hochgezogen, ebenfalls mit Ladenlokalen und Wohnungen. Der entsprechend Bebauungsplan liegt von bis zum 31. Juli aus. Gibt es keine Einwände, steht dem Projekt nichts mehr im Wege.

Kral freut sich über die Gestaltung der Gebäude, die allesamt verschiedene Charaktere bekommen werden. Zurzeit stimme man sich mit dem Investor noch über die Farbgebung ab, sagte Kral. In der engeren Auswahl sind demnach für die ersten beiden Gebäude ein sanfter Beigeton namens "Apricot" sowie Grau. Den Tauben soll die Landung auf vorstehenden Gebäudeteilen erschwert werden. "Es ist das Wohnzimmer der Stadt", so Kral. Da sei es richtig, dass die Sprache gesprochen werde, die jahrzehntelang vorgeherrscht habe.

Quelle: RP
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