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An(ge)dacht
Umgebung neu wahrnehmen

Ratingen. Endlich Ruhe und Entspannung - so denken die meisten, wenn sie ins Auto steigen, um in den Urlaub zu fahren.

Ja, jetzt haben alle Sommerferien. In Ratingen ist es ruhiger, dafür auf den Straßen in den Urlaub voller. Entspannung ist aber nicht nur im Stau schwierig, sondern ganz allgemein auch im Urlaub nicht leicht zu erreichen: Sei es, weil die Erwartungen viel zu hoch sind oder das Smartphone den Kontakt zur Arbeitswelt nicht abbrechen lässt, oder der Berufsstress im Urlaub einfach auf die Freizeit übertragen wird.

Ja, es muss immer besser, spektakulärer oder kostspieliger sein. Dabei kann der Blick auf die kleinen Schönheiten am Wegesrand, das Luftholen und Riechen der Natur, fremder Kulturen oder einfach nur des frischen Grases ein besonderer Freizeitgenuss sein, den man sich im Alltag nicht gönnt.

Als ich jetzt gerade aus dem Urlaub zurückgekommen bin, hat sich auch zu Hause etwas verändert. Ich meine nicht das abgerissene Parkhaus in der Innenstadt. Nein, ich meine die vielen Menschen, die mit ihrem Smartphone unterwegs sind und Pokémons suchen. Meine Kinder haben auch mich damit angesteckt. Jede, auch die kleinste Sehenswürdigkeit, lädt zu einem PokéStop ein. So lernt man seine Stadt neu kennen. Orte, an denen man regelmäßig ist, zeigen sich neu, weil die Sehenswürdigkeit dort noch nie wahrgenommen wurde. Allerdings: Das Spiel verringert die "Handy-Starrerei" nicht. Eine gute Alternative, die bekannte Umgebung neu wahrzunehmen, gibt es am kommenden Dienstag. Da bietet der evangelische Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann den jährlichen Pilgertag an. "Wasser - Leben - Danken" ist das Thema. Aufbruch dazu ist am Dienstag, 9. August, um 10.15 Uhr an der Evangelischen Stadtkirche, Lintorfer Str. 16. Der ca. 15 km lange Pilgerweg führt nach Wittlaer. Unterwegs wird gesungen, gebetet und geschwiegen. Nach einem Vortrag in der Graf-Recke-Stiftung endet der Pilgertag gegen 15 Uhr mit einem Kaffeetrinken.

Quelle: RP
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