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Ratingen-Lintorf
Umweltschützer sammeln Handys ein

Ratingen-Lintorf: Umweltschützer sammeln Handys ein
Ab in die Handy-Sammelbox! Schulleiter Roland Loos (rechts) und die Schüler befassen sich intensiv mit der Frage, wie man umweltschonend handeln kann. FOTO: Achim Blazy
Ratingen-Lintorf. In der nächsten Woche kommt der Verein Multivision mit einem besonderen Projekt ins Kopernikus-Gymnasium. Von Monika von Kürten

Anlässlich eines besonderen Projektes setzen sich die Schüler aller Jahrgangsstufen mit dem Thema Umweltbewusstsein auseinander. Ihnen wird gezeigt, inwieweit unsere Umwelt gefährdet ist und dass die lebensnotwendigen Rohstoffe nicht unbedingt verloren gehen müssen, wenn alle Menschen durch ein umweltbewusstes Verhalten unsere Erde geringstmöglich belasten.

Das weltweite Bevölkerungswachstum sowie der stetig hohe Verbrauch von natürlichen Ressourcen sorgen dafür, dass die Nachfrage nach Wasser, Rohstoffen und Energie immer weiter steigt. Viele dieser Ressourcen sind mittlerweile ernsthaft bedroht, "übernutzt" zu werden oder gar komplett zu versiegen. Das Multivision-Programm "REdUSE" hat sich zum Ziel gesetzt, die weiterführenden Schulen dabei zu unterstützen, den Schülern ein Bewusstsein für einen nachhaltigen und umweltgerechten Konsum zu vermitteln und sie zu praktischen Anwendungen für die Mitgestaltung ihrer Zukunft anzuregen.

"Dieses Thema ist schon immer aktuell und wichtig gewesen. Wir haben das Projekt an die Schule geholt, um die Schüler zu aktivieren. Sie haben zwar im Großen und Ganzen viele Vorkenntnisse, aber wir möchten ihnen die Wichtigkeit dieser Problematik noch einmal neu ins Bewusstsein bringen. Ihnen muss verdeutlicht werden, dass es unumgänglich ist, Ressourcen zu sparen, denn es geht um ihre eigene Zukunft", erklärte Heike Peter. Sie unterrichtet Naturwissenschaften am Lintorfer Kopernikus Gymnasium und ist hauptverantwortlich für das Projekt zuständig, das auch vom Umweltamt der Stadt Ratingen unterstützt wird. Schon im Vorfeld hatten sich die Schüler mit dem Thema auseinandergesetzt. Was hat es mit dem Wortspiel im Projektnamen "REdUSE" auf sich? Was bedeuten die Begriffe "reduce" (verringern), "recycle" (wieder in den Kreislauf zurückführen) und "reuse" (wiederverwenden)? Wie sieht es mit unserer Umwelt derzeit aus?

Am Projekttag selber wird allen Schülern in drei Gruppen in der Aula ein Film gezeigt, der ihnen die Konsequenzen ihrer Konsumentscheidung in Bezug auf die raren Ressourcen aufzeigt und sie zu einem umweltbewussteren Leben überzeugen soll.

In der anschließenden Diskussion mit den Moderatoren der Multivision geht es darum, wie nachhaltig dafür gesorgt werden kann, dass man bewusster mit unseren Rohstoffen umgeht. Im späteren Unterricht wird das Thema auch nachbearbeitet.

"Die Schüler können noch einmal von ihren Eindrücken und dem Gelernten berichten. Wenn der Unterrichtsplan es zulässt, werden auch von der Multivision zur Verfügung gestellte filmunabhängige Arbeitsblätter bearbeitet werden", berichtete Peter.

Ein Beispiel von Müllreduzierung und somit Rohstoffschonung steht seit Beginn des neuen Schuljahres in der Pausenhalle des Gymnasiums. An einem von den Stadtwerken Ratingen und dem Förderverein der Schule finanzierten Wasserspender können die Schüler ihre Getränkeflaschen kostenfrei auffüllen.

Im Lehrerzimmer steht eine vom Naturschutzbund (NABU) aufgestellte Kiste, in der nicht mehr benötigte Handys entsorgt werden können, die von dem NABU an eine Recyclingorganisation weitergeleitet werden.

Quelle: RP
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