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Ratingen/Heiligenhaus
Und heute wird's noch heißer

Ratingen/Heiligenhaus: Und heute wird's noch heißer
Ab ins kühle Nass. In den Bädern rechnet man heute mit einem Riesenansturm. FOTO: Achim Blazy
Ratingen/Heiligenhaus. Für heute ist der bisher heißeste Tag des Jahres angekündigt. Das Angerbad sieht sich für den zu erwartenden Besucheransturm gewappnet. Ebenso das Heljensbad in Heiligenhaus. Von Fabian Preuss und Paul Köhnes

Mit dem Quecksilber im Thermometer steigen in den Freibädern der Region die Besucherzahlen. Trotz der kühlen Wochen zu Beginn der Saison rechnen die Ratinger Bäder mit ähnlichen Rekordzahlen wie 2015. Im Vorjahr kamen 508.000 Gäste ins Freibad und ins Allwetterbad. Erstmals wurde die Halbe-Million-Marke geknackt.

"Auch wenn uns speziell die ersten Juli-Wochen im Vergleich zum Vorjahr fehlen, sind wir dennoch optimistisch, dieses Jahr einen ähnlichen Wert zu erreichen", sagt Cornelia Schween zur Prognose für die Statistik. Sie ist Abteilungsleiterin der Bäder- und Saunabetriebe der Stadtwerke. Alles eine Frage der Rechenweise: Die Freibadzahlen werden nicht gesindert bewertet. Die Statistiker rechnen das Allwetterbad mit ein. So werten sie die schwachen ersten Wochen der Freiluftsaison noch als geringfügiges Problem.

Jetzt aber vorerst mal Hochbetrieb: Für den zu erwartenden Anstieg der Besucherzahlen sieht man sich bestens gerüstet. 3000 bis 4000 Besucher kommen an Spitzentagen. Je nach aktueller Nachfrage wechselt so auch die Badeaufsicht von Bad zu Bad. Vier Badeaufsichten kontrollieren an Top-Tagen die Becken. Mehr Besucher sind dann auch mit mehr Arbeit verbunden. Und zwar ganztags. Denn am späten Nachmittag kommt der Schwung derer, die nach Feierabend Abkühlung suchen.

Speziell in Bezug auf die Außenanlagen braucht es Kontrolle und Service: Wiesen, Mülltonnen und selbstredend auch die drei großen Becken müssen gepflegt und gereinigt werden. "Wenn der letzte Gast das Bad verlässt, ist unsere Arbeit noch nicht getan", sagt der Betriebstechniker im Angerbad, Detlef Fuhr. Technik hilft. Die Reinigung der Becken vereinfacht die vollautomatische und rund um die Uhr laufende Aufarbeitungs- und Reinigungsanlage. Sie reinigt satte fünf Millionen Liter Wasser in den drei Becken. Zum Vergleich: Eine Durchschnitts-Badewanne fasst etwa 150 Liter. Außerdem prüft die Automatik den Chlorgehalt. Und nach der Saison dauert es satte zehn Tage, bis das Wasser aus Schwimm-Sprung- und Planschbecken abgelassen ist.

Auch wenn die Wartung und Nachbereitung nach dem täglichen Betriebsschluss Routine im Ablauf ist, freut sich Fuhr auch auf Neues und Unerwartetes: "Wenn ich morgens ins Bad gehe, weiß ich nicht immer genau, was mich erwartet. Der Mix aus Routine und neuen Aufgaben macht die Arbeit so spannend."

Aktuell sind der Umbau und die Modernisierung der Duschanlagen im Angerbad eine neue Aufgabe für Fuhr und seine Kollegen. Ein Umbau im laufenden Betrieb soll die Besucher natürlich möglichst gering beeinflussen und das klappt soweit auch ohne nennenswerte Probleme. An Rekordzahlen denkt der Heiligenhauser Badchef Holger Brembeck nach dem bisher verkorksten Sommer nicht mehr. Aber heute wie an anderen heißen Tagen sind vier bis fünf Schwimmmeister an den Becken verteilt. Man setzt in Ansturmzeiten auch anders auf Sicherheit: Hinweistafeln und Faltblätter in acht Sprachen machen die Badegäste aufmerksam auf alles was im Bad geht - und auf alles, was nicht geht. Allerdings habe es bisher, so Brembeck, keinen Verstoß gegen den "Freibad-Knigge" gegeben.

Quelle: RP
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