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Heiligenhaus
"Unser Dom" hat viele treue Helfer

Heiligenhaus. Die Förderer der Pfarrkirche St. Suitbertus geben einen Kalender heraus und organisieren ein Sängerfestival. Von Sandra Kreilmann

Auch für einen angestammten Heiligenhauser wie Reiner Ruhl gibt es in der Stadt immer wieder Überraschungen: "Ich war überrascht, dass es doch so viele denkmalgeschützte Häuser in Heiligenhaus gibt, 63 Stück, meines Wissens nach. Auf der Suche nach so manchen von ihnen, musste ich die Adressen doch tatsächlich ins Navi eingeben." Ruhl, Haus- und Hoffotograf der katholischen Gemeinde, hat auch den Domkalender 2016 gestaltet: Dafür sammelte er zwölf Momentaufnahmen von interessanten Gebäuden, die allesamt unter dem Siegel des Denkmalschutzes stehen. "Obwohl ich an der Herzogstraße aufgewachsen bin, und gerade das Gelände hinunter an die Anger für mich 'Spielrevier' war, so manche Häuser am Angerweg waren für mich echte Neuentdeckungen, sagt der Hobbyfotograf. Zu sehen sind Häuser auf der Hauptstraße, der Abtsküche, das Viadukt an der Ruhrstraße an der Jagdhütte, sowie andere historische Bauten. Als Finale gibt es im Dezember das Suitbertus Pfarrhaus im Schnee. Nach Weihnachten ist er mit seinem Equipment losgezogen, im Frühling waren die Aufnahmen beendet, dann begann die Nachbearbeitung. Entstanden sind Drucke mit spannenden Motiven, die, in Sepia eingefärbt, optisch den Eindruck "alter Fotos" entstehen lassen. "Aule Hüser em Heljens", heißt der neue Kalender, der im Pfarrbüro und dem Bürgerbüro zu erhalten ist, auch in ausgewählten Geschäften und Lokalen, gekennzeichnet mit dem Plakat des Kalenders oder auf dem Pfarrfest, ist das gute Stück für zehn Euro zu erwerben. Eine Auflage von 500 Stück liegt dafür parat.

Für Rolf Hitzbleck, zweiter Vorsitzender des Fördervereins "Unser Dom", soll der Kalender auch noch mal den Blick öffnen für die Gebäude, an denen man manchmal einfach vorbei geht oder fährt. "Es lohnt sich, mit offenen Augen durch die Stadt zu gehen", findet er. Mit dem Engagement von Reiner Ruhl habe der Förderverein dabei ein echtes Pfund, findet Hitzbleck: "Ohne ihn wären wir nichts." Er lobt vor allem die Ideen, die auch den Kalender jedes Jahr wieder zu einem Hingucker machten, dessen Erlös ebenfalls wieder zu 100 Prozent in den Etat des Fördervereins fließt. Und dessen 96 Mitglieder haben noch so einiges vor: In Planung ist derzeit die Beleuchtung des Kirchturms, der, mithilfe einer Sponsorin, bald auch von der Südwestseite angestrahlt werden soll. "Das fehlt einfach noch", findet Hitzbleck. Im Zusammenhang mit der Sanierung der Hauptstraße wird auch die Beleuchtung von der Nordseite verlegt werden. Im Zuge der Bauarbeiten auf der oberen Hauptstraße, direkt vor der Türe der Suitbertus-Kirche, wird auch der Kirchenvorplatz derzeit neu geplant. "Der Platz ist gut 45 Jahre alt und nicht mehr zeitgemäß." So sei der Unterbau für die Fahrzeuge nicht mehr geeignet, im Zuge einer neuen Gestaltung, soll, so Hitzbleck, ein "Platz der Begegnung" entstehen. "Sitzmöglichkeiten, Elektrotechnik für Pfarrfeste und Weihnachtsbeleuchtung , Fahrradständer, Schaukästen, vielleicht auch Spielgeräte für Kinder, Ideen gibt es viele."

Quelle: RP
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