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Heiligenhaus
Unter Radlern herrscht besonders gutes Klima

Heiligenhaus: Unter Radlern herrscht besonders gutes Klima
Das Rathaus-Radlerteam ist startklar: Anne von Boxel, Stefan Kondring, Michael Frohberg, Kerstin Plambeck und Andreas Knappe (v. l.). FOTO: A. Blazy
Heiligenhaus. Heiligenhaus beteiligt sich an der Aktion "Stadtradeln" - im Rathausteam gibt es sehr unterschiedliche Startbedingungen. Von Paul Köhnes

Michael Frohberg hat nur einen Kilometer Wegstrecke zur Arbeit. "Mit dem Rad zu kommen, das lohnt sich allenfalls bei bestem Wetter. Sonst gehe ich zu Fuß." Fahrrad-affin ist der Verwaltungsmann aber doch, außerdem als Naturschützer im Nabu aktiv. Also war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, sich als Mitglied des Rathausteams an der Aktion "Stadtradeln" zu beteiligen. Noch ein persönlicher Zugang: Frohberg wohnt direkt am Panoramaradweg und sieht täglich, "dass der bis spätabends mittlerweile sehr stark genutzt wird".

Sein Rathaus-Kollege Andreas Knappe ist Radsportler: 1300 Kilometer monatlich auf dem Rennrad, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 Stundenkilometern - das ist seine Bilanz, vor der Feierabend-Radler spontan den Hut ziehen dürfen. Dass er auch schon mal "spontan für 'ne Pommes nach Holland" fährt, erwähnt er augenzwinkernd, ohne es direkt zur Nachahmung zu empfehlen. Der Neu-Ratinger Stefan Kondring kommt gern mal über Hösel per Rad zum Heiligenhauser Rathaus - wobei ihm der Rückweg (aus rein topographischen Gründen) mehr Spaß macht. Und Bürgerbüro-Chef Kerstin Plambeck muss Dienstgeschäfte im Auge behalten bei der Überlegung, ob sie nun aus Velbert mit dem Rad oder doch per Auto kommt. Letzteres dann, wenn sie Rufbereitschaft hat. Anne von Boxel komplettiert das Team - sie kommt, wenn es das Wetter hergibt, unmotorisiert von Kettwig nach Heiligenhaus zur Arbeit. Auch sie hat den Panoramaradweg für sich entdeckt. "Früher, über die Ruhrstraße - das war nicht mein Ding."

Das Rathaus-Team eint ein gemeinsames Vorhaben für die Sommerzeit: "Stadtradeln" ist mehr als ein gemeinsames Motto. Privat sowie beruflich möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurücklegen und somit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten sowie ein Zeichen für vermehrte Radförderung in den Kommunen setzen - darum geht es.

Mit einer Smartphone-App oder auch am PC trägt der Teilnehmer selbst jeden Fahrradkilometer ein, den er in der dreiwöchigen Aktionszeit gefahren ist: In der Freizeit, zum Einkaufen, auf dem Weg zur Arbeit oder auf einer der beliebten ADFC-Radtouren, die im Aktionszeitraum angeboten werden.

Tipp der Organisatoren: "Lernen Sie Heiligenhaus vom Fahrrad aus kennen, genießen Sie den sportlichen Wettkampf unter den Teilnehmern, den Gruppen und auch den Städten im Kreis Mettmann und deutschlandweit oder melden Sie sich nur mit den Initialen an und verdecken die individuellen Kilometer."

Die Stadt ist auch offen für Kritik und Verbesserungsvorschläge und hat im Aktionszeitraum den "RADar" freigeschaltet. Konkret heißt das: Teilnehmer können im Aktionszeitraum - sowohl im Internet, als auch über die App - Mängel im Stadtgebiet melden, an denen eine Reparatur oder bessere Lösung für Radfahrer gewünscht wird.

Quelle: RP
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