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Ratingen
Uwe Budzin wechselt zur CDU-Fraktion

Ratingen: Uwe Budzin wechselt zur CDU-Fraktion
Beim Neujahrsempfang der CDU (v. l.): Peter Beyer, Referent Thomas Janke, Ina Bisani, Uwe Budzin, Wolfgang Diedrich und Katja Streckmann. FOTO: A. Blazy
Ratingen. Am Ende des offiziellen Teils beim Neujahrsempfang der CDU Mitte verkündete Wolfgang Diedrich die Nachricht, die vorab im Foyer des Museums Ratingen bereits die Runde gemacht hatte: Uwe Budzin, der sich vor nicht allzu langer Zeit von der Bürger Union (BU) durchaus im Groll getrennt hat, wird zur CDU-Fraktion wechseln. Von Norbert Kleeberg

Budzin, der sich vor allem in der Innenstadt-Politik auskennt, sei herzlich willkommen, befand Diedrich, der Vorsitzende der CDU Mitte, mit breitem Grinsen.

Der Eintritt in die neue Fraktion kommt nicht überraschend. Der 74-Jährige hatte in den vergangenen Wochen in die Arbeit des Gremiums hineingeschnuppert und sich dann nach mehreren Gesprächen mit den Fraktionsspitzen für einen Wechsel entschieden. Zuletzt saß er fraktionslos im Rat. "Ich habe gemerkt, dass man in der parlamentarischen Arbeit doch eine Rückkopplung braucht", betonte der Politiker, der vor allem wichtige Projekte in der Innenstadt vorantreiben will.

Hinter der aufsehenerregenden Personalie steckt in erster Linie CDU-Fraktionsvize Gerold Fahr. Er und Budzin kennen und schätzen sich, zum Beispiel von der Arbeit im Bezirksausschuss Mitte, in dem Projekte wie Düsseldorfer Platz, Parkhaus Kirchgasse und die Umgestaltung des Immobilienblocks Markt 17 bis 20 behandelt werden. "Ich freue mich, dass Uwe Budzin unsere Fraktion verstärken wird", erklärte Fahr.

Budzins Ex-Kollege Rainer Vogt (BU) war außer sich, als er die Nachricht hörte. "Das geht ja gar nicht", meinte der Politiker. Budzin hätte sein Ratsmandat, das er nur über die Reserveliste bekommen habe, abgeben müssen, schließlich habe man ihn damals als Politiker der Bürger Union gewählt. "Wenn Uwe Budzin ein Problem mit unseren Fraktionsspitzen Alexander von der Groeben und Angela Diehl hat, dann soll er das doch offen sagen", urteilte Vogt.

Neben der Kommunalpolitik spielte ein wegweisendes Projekt eine zentrale Rolle beim Neujahrsempfang der CDU Mitte: Thomas Janke, Geschäftsführer der Hirtenberger Engineered Automation Germany GmbH, hat am Adam-Josef-Cüppers-Berufskolleg das Fach Robotik eingeführt. Schüler werden zum Roboter-Programmierer ausgebildet und erhalten nach Abschluss der 40 Unterrichtseinheiten ein Zertifikat. In diesem industriellen Bereich gebe es enorme Wachstumsraten, so der Diplom-Ingenieur. Der Bedarf an Fachkräften sei groß. Das Berufskolleg mit seinen 1900 Schülern sei die erste Schule bundesweit, an der dieses Fach Robotik unterrichtet werde.

Quelle: RP
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