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Ratingen
Vadym Fridman feiert seinen 80.

Ratingen. Er ist Gründer des Jüdischen Kulturvereins Schalom.

Mit 63 Jahren - und das war 1998 - besuchte Vadym Fridman Deutschland zum ersten Mal.

Damals kam der Bauingenieur aus der Südukraine auf Einladung eines Freundes, mit dem er gemeinsam die Schule besucht hatte, in die Nähe von Köln und Bonn und nahm Deutschland als Vielvölkerstaat wahr, traf er doch Afrikaner, Türken, Japaner.

Zurückgekehrt in die Heimat, entschlossen seine Frau und er sich, in dieses Land überzusiedeln. Drei Jahre später, auch nach großem Abschiedsschmerz, war alles perfekt - Fridmans reisten über Unna-Massen ein und erhielten eine "Einweisung" nach Ratingen. Nun wurde Vadym Fridman 80 Jahre alt und kann für sich in Anspruch nehmen, dass er in seinem vergangenen Lebensjahrzehnt für sich und seine Freunde eine Menge bewegt hat. Immerhin hat er schon nach einem Jahr in der neuen Heimat den Jüdischen Kulturverein Schalom gegründet, der so weltoffen agiert wie kaum ein anderer (und inzwischen mehr als 100 Mitglieder hat). Er ist Motor und Ideengeber, unerschütterlich in seinen Aktivitäten und mitreißend.

Die Juden, die aktuell in Ratingen leben, gehören zur Düsseldorfer Gemeinde, an deren Leben sie lebhaften Anteil nehmen. Aber in ihrem Verein und bei Bedarf auch in größeren Räumlichkeiten feiern sie ihre jüdischen Feste.

Und das immer mit Gästen anderer Religionen und vieler Organisationen, wie es Fridmans Wunsch ist.

(gaha)
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