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Kreis Mettmann
Vatertagsgeschenke und Muttertagstouren

Kreis Mettmann: Vatertagsgeschenke und Muttertagstouren
Peter Zoepke vor einem Baumarkt: Sein Werkzeugschrank ist komplett. Die neuen Terrassenplatten verlegt er selbst. FOTO: Achim Blazy
Kreis Mettmann. Der Vatertag liegt 2016 ausnahmsweise einmal vor Muttertag. Darum haben wir Geschenke- und Tourentipps mal umgekehrt. Von Ilka Platzek

Wer seine Frau auf Händen trägt, immer ein offenes Ohr für Ideen und Sperenzchen seiner Kinder hat, mit dem Dackel um den Block geht und obendrein den Familienmüll herausträgt, ist nicht nur ein vorbildlicher Mann. Sondern hat es mal verdient, reich beschenkt zu werden. Beispielsweise an Vatertag.

Wenig beliebt sind bei ganzen Kerlen Duftendes, Pflegeprodukte oder die Verschickung ins Wellness-Paradies. Als echte Fundgrube im Sinne einer Schatzkiste entpuppen sich dagegen Baumärkte aller Art. "Dort befinden sich ebenso zweckmäßige wie brauchbare Dinge", beantwortet Dirk Pröm die Frage, warum er so gerne zwischen Kreuzschlitzschraubern und Kettensägen bummeln geht. "Es gibt nämlich immer etwas zu entdecken." Diese Entdeckungen ergänzen ganz hervorragend den Bestand der Werkstatteinrichtung. Als Nicht-Bastler oder Unbedarfter muss man sich das wohl ähnlich wie bei Frauen und ihrem Schuhschrank vorstellen: Das siebte Paar schwarzer Highheels ist nämlich mitnichten identisch mit einem der Vorgängerpaare, sondern unterscheidet sich in einer wesentlichen Nuance.

Die RP-Befragung im Baucenter des Vertrauens ergibt: Das "Lieblingsgeschenk" gibt es nicht. Arndt Brüners (46) beantwortet die Frage, mit welchem Präsent seine Frau an Vatertag mitten ins Schwarze träfe, zunächst mit einem Produkt aus der Gartenabteilung: "Ein Grill wäre toll." Dann aber schwenkt er um in die Abteilung Reinigungsmaschinen: "Ein Nass- und Trockensauger wäre gut." Über einen Bandschleifer mit zusätzlicher Halterung für stationären Gebrauch würde der Ratinger sich auch freuen. Eindeutig dagegen Fritz Walter Schmidt (53), "Ein Multifunktions-Tool wäre gut."

Nicht zu vergessen die Männer, die schon alles haben. "Manches habe ich doppelt", scherzt Manfred Richter. "Was brauchen Sie?" Und auch Peter Zoepke ist mit Bohrer & Co. durch. "Hab' ich alles. Was ich mir wünsche, sind schöne Pflanzen für die Terrasse." Das Drumherum aus Brettern und Verkleidungen baut er selbstverständlich selbst.

Stellen Sie sich vor, es ist Muttertag, und die Väter sind allein zu Hause. Der obligatorische Blumenstrauß und das vom Kind gemalte Bild zu Muttertag bleiben unbeachtet, und das Frühstück muss er sich selbst machen. So könnte es aussehen, wenn die Mütter in die Rolle der Väter schlüpfen und auf Tour gehen. - Was Väter können, können Mütter nämlich schon lange: Mit oder ohne Bollerwagen, mit oder ohne Kind und Kegel. Hauptsache, die besten Freundinnen sind dabei.

Einen Ausflug zum Rhein nach Monheim würden Hildener Mütter nett finden: "Dort könnte man schön spazierengehen, die Kinder hätten viel frische Luft und dann veranstalten wir dort ein Picknick", schlägt Ulrike Hora vor, die mit dem 20 Monate alten Samuel (und weiterem Nachwuchs im Bauch) auf dem Spielplatz am Warrington Platz das schöne Wetter genießt. Selma Ödemis und Sohn Cem (2) wären dabei. Auch Karin Janke mit den Enkeln Merle (5) und Nils (2) würde sich den Muttertagsausflüglerinnen anschließen.

Hildens Hoppedine Stephanie (Fanny) Pook würde "auf jeden Fall die Kinder zu Hause beim Vater lassen. Das ist bei meinem Mann auch kein Problem." Ein Muttertagsausflug nach ihrem Geschmack würde so aussehen: "Ich würde entweder mit einer ganzen Mütter-Mafia oder mit wenigen ausgesuchten Freundinnen - aber unbedingt ohne Kinder - eine schöne Stelle am Rhein oder an einem See ansteuern." Im Gepäck sollten "Prosecco und Hugo" sein, für sie selbst "Fleisch und Bier". Pook steht auf Gegrilltes. Für einen solchen Ausflug braucht sie "weder den Mutter- noch den Vatertag. Und: Es ist ganz egal an welchem Tag, das machen wir einfach."

Christel Finzel und die "Sloggys" - ihre Kegelschwestern - würden zuerst "mit Autos zur Orangerie nach Benrath fahren und von dort Richtung Rhein laufen. Endstation ist das Café am Fischteich." Dort kann man drinnen oder draußen sitzen und Kaffee und Kuchen essen. Die Damen in den Siebzigern würden statt Bier "lieber ein Glas Sekt" mitnehmen. Der andere, bei den Keglerinnen erprobte Ausflug, beginnt und endet bei den 12 Aposteln: "Wir nehmen die hintere Route im Stadtwald, am Tennisplatz und den Fischteichen vorbei und kehren dann zu Kaffee und Kuchen oder zum Essen ein." Selbst-Grillen ist nichts für die Frauen.

Quelle: RP
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