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Ratingen
Verband fordert mehr Betriebskitas

Ratingen: Verband fordert mehr Betriebskitas
Alexandra Rath ist Leiterin des BVMW für den Kreis Mettmann. FOTO: privat
Ratingen. Freude über das "Aus" fürs Betreuungsgeld bei SPD und BVMW.

SPD und Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) des Kreises Mettmann begrüßen das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Betreuungsgeld: "Endlich ist das Betreuungsgeld vom Tisch", so SPD-MdB Kerstin Griese. "Das dafür vorgesehene Geld muss in die Qualität unserer Kitas gesteckt werden", fordert die Ratinger SPD-Abgeordnete die Bundesregierung auf.

Eine Verbesserung der frühkindlichen Bildungsangebote könnten die Kommunen aber nicht alleine leisten, so Griese. "Ganz besonders profitieren Kinder aus Familien, in denen kein Deutsch gesprochen wird. Deswegen bin ich sehr froh, dass der Irrweg des Betreuungsgeldes ein Ende hat. Es darf nicht sein, dass eine Prämie dafür gezahlt wird, ein Kind von der Kita und den dortigen Bildungsangeboten fernzuhalten." Man sei sehr froh darüber, dass das Betreuungsgeld vom Bundesverfassungsgericht gekippt worden ist, so Alexandra Rath, Leiterin des Kreises Mettmann BVMW-Bundesverband mittelständische Wirtschaft mit Sitz in Ratingen. Rath: "Das Bundesverfassungsgericht hat den Weg freigemacht für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Der unternehmerische Mittelstand hat seit langem dessen Abschaffung gefordert und dafür plädiert, dass die freiwerdenden Mittel in Höhe von jährlich bis zu 900 Millionen Euro in bessere Betreuung vor Ort investiert werden."

Der Mittelstand setze sich für innovative und flexible Kinderbetreuungskonzepte ein, insbesondere den Ausbau von Betriebskindergärten. Für den BVMW sei eine gute Bildungs- und Familienpolitik die beste Ausgangsvoraussetzung für einen starken Mittelstand: "Das Geld muss in unsere Kindertagesstätten, Kindergärten und in flexible Angebote gesteckt werden. Die damalige Alternative zum Betreuungsgeld, einen klugen Einstieg in ein modernes Bildungssparen zu ermöglichen, ist aktueller denn je. Deutschland braucht endlich ein intelligentes Bildungssparkonzept. Lebenslanges Lernen und eine gute Weiterbildungsfinanzierung sind für den Mittelstand die Basis für motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."

Alexandra Rath wird jetzt die regionalen Bundestagsabgeordneten anschreiben: Bund und Länder sollen sich grundsätzlich über neue Wege in der Familienförderung Gedanken.

(JoPr)
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