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Heiligenhaus
Verein "Vergessene Kinder" schickt Hilfe nach Rumänien

Heiligenhaus. Alle Projekte, die Petra Ullrich als Vorsitzende in 17 Jahren angestoßen hat, haben sich bewährt. Das zeigen ihr die Reaktionen vor Ort.

Wieder hat der Verein "Vergessene Kinder" einen großen Sattelschlepper mit Hilfsgütern nach Siebenbürgen geschickt. In zwei bis drei Wochen folgt der nächste, dazu die logistische Hilfe vor Ort. Petra Ullrich hat dies vor 17 Jahren ins Leben gerufen, mit wenigen Mitteln in diesen Jahren immens viel bewirkt. "Wir haben es erreicht, dass Familien, die wir in Rumänien betreuen, in ihrer Heimat bleiben können. Wir bringen Hilfe ins Land, wir helfen vor Ort, seit Jahren weisen wir darauf hin, dass dies viel besser ist, als wenn diese armen Menschen ins Ausland, meistens nach Deutschland, fliehen", sagt Petra Ullrich, die Vorsitzende von "Vergessene Kinder".

Immer mehr andere Hilfsorganisationen und Vereine erkundigen sich bei ihr, wie sie das organisiert und durchführt, wie sie Ideen verwirklicht. Wenn auch die Politik einsieht, dass Hilfe vor Ort, im notleidenden Land, effektiver und weniger belastend ist für alle Beteiligten, haben wir gewonnen", sagt sie.

Alle Hilfsprojekte, die "Vergessene Kinder" durchgeführt hat, haben sich hervorragend bewährt. Mit den Waisenkindern, tumorkranken Kindern und HIV-infizierten Kindern fing es an, ihr Straßenkinderprojekt wird jetzt teilweise von der Unesco in anderen Ländern durchgeführt, die Sozialstation, die Familienprojekte sind ein Erfolg. Jetzt ist Petra Ullrich stolz darauf, dass sich auch ihr neuestes "Kind", das "After School Programm", bewährt.

Wer hat wieder beim kurzfristig einberufenen Packen und Beladen wie auch häufig beim Sammeln der Hilfsgüter geholfen: Junge Menschen aus dem Libanon, Türkei, Marokko, Frankreich, Kosovo, Albanien und Deutschland. Sie helfen gerne, sie machen gute Stimmung bei der oft schwierigen Arbeit, viele von ihnen kennen Armut, Erniedrigung, Missachtung, auch wenn sie jetzt arbeiten, zur Schule gehen oder studieren. Sie fühlen mit den Flüchtlingen, die oft menschenunwürdig behandelt werden, und sie finden es super, dass ihr Verein mit Petra Ullrich hilft, dass viele Menschen in Rumänien nicht flüchten müssen. Wenn ihr Mann, Dr. Ullrich, zwischendurch Brote, Pizza und Wasser zur Verladestation bringt, wird die Stimmung noch besser: "Bruda, du verwöhnst uns wieder" - ein kurzer Rap - und weiter wird gepackt und verladen. Alle, die den Verein weiter unterstützen, helfen nicht nur armen, hungernden und kranken Menschen, sondern "nehmen auch Belastungen von Deutschland weg", so Ullrich.

Am Medizinischen Zentrum Südring 180 in Heiligenhaus steht ein Sammelwagen, der regelmäßig geleert wird, größere Sammlungen werden so gut wie es geht, von den freiwilligen Helfern abgeholt, auch kleinste Geldspenden helfen, dass die Hilfsgüter in Rumänien gut ankommen und dort sinnvoll eingesetzt werden.

Jeder Transport kostet allein rund 3.000 Euro, deshalb reichen Sachspenden und kostenlose Hilfe alleine nicht aus.

Quelle: RP
 
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