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Heiligenhaus
Vereine erhalten die Halle Am Sportfeld wieder zurück

Heiligenhaus. Noch vor gut einem Jahr hatte der größte Sportverein der Stadt ein dickes Problem. Die SSVg 04/19 musste die Sporthalle Am Sportfeld "Hals über Kopf" verlassen. Sie wurde zusammen mit der benachbarten ehemaligen Hauptschule, vom Land als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Jetzt heißt es: Kommando zurück. Der Betreiber der Unterkunft hat den Vertrag zum 30. September gekündigt. Die Landesunterkunft wird nicht mehr benötigt.

Für Edmund Mathey, den zweiten Vorsitzenden der SSVg, ist die Sache klar. Er sitzt auch für die SPD im Rat. "Ich habe unlängst mit dem Beigeordneten Michael Beck gesprochen, was die Zukunft der Halle anbelangt. Es ist so: Die Vereine werden sie zurückbekommen." Von jetzt auf gleich geht das allerdings nicht. Denn die Halle muss nach gut einem Jahr Nutzung wieder sportgerecht zurückgebaut und renoviert werden.

Der Rückblick lässt erkennen, welche Aufgabe die Sportler zu stemmen hatten: Vor dem Umbau zur Flüchtlingsunterkunft nutzte die SSVg die Halle hauptsächlich ab 16 Uhr nachmittags für den Betrieb von 19 Gruppen mit insgesamt 555 Sportlern Sie erreichten eine Teilnehmerzahl von bis zu 50 pro Gruppe. Das hieß für Umzugsplanerin Anja Winterscheidt: Für große Gruppen kamen nicht alle Räume in Frage. Die Vereine entwickelten unter Federführung des Stadtsportverbandseinen Masterplan, gaben Hallenzeiten an die SSVg ab.

Die Vermietung an das Land hatte ende August vergangenen Jahres für erheblichen Knatsch gesorgt. Die Stadt musste auf ein Hilfeersuchen der Bezirksregierung reagieren - und Platz für Flüchtlinge zur Verfügung stellen. Jetzt rechnet Mathey damit, dass die nötigen Rückbauten, bis Jahresende fertig sein werden. 2017 gibt es dann den Neustart am Sportfeld.

(köh)
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