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Heiligenhaus
VHS will sich mit Qualität durchsetzen

Heiligenhaus: VHS will sich mit Qualität durchsetzen
Volkshochschul-Leiter Rüdiger Henseling stellt sich den neuen Herausforderungen. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Digitale und gesellschaftliche Veränderungen fordern die Volkshochschulen heraus. Von Sandra Kreilmann

Das Dudelsackensemble der VHS Velbert/Heiligenhaus gehört wohl zu den klangstärksten Aushängeschildern der niederbergischen Volkshochschule, die überregional Werbung machen für die niederbergische Bildungseinrichtung. Als Anfänger oder als Fortgeschrittener, aber auch im Ensemblekurs, der schottische Dudelsack gehört zum traditionellen Kursangebot, wie zum Beispiel elf Sprachen.

Doch die VHS steht stärker als früher im Wettbewerb mit privaten Einrichtungen, aber auch mit dem Internet und den veränderten Freizeit- und Bildungsbedingungen. In der Verbandsversammlung im Juni informierte das Team über das neue Kursprogramm und aktuelle Entwicklungen sowie über Zukunftspläne. Ab 1. Juli ist das neue Programm online.

Begegnen will man den veränderten Bedingungen mit strukturellen Anpassungen und eigenen Bildungskonzepten, von denen einige bereits über den Zweckverband hinaus Beachtung finden. Durch qualitativ hochwertige Veranstaltungen möchte sich die Einrichtung von anderen Anbietern und der Konkurrenz durch das Internet absetzen, heißt es in den Sitzungsunterlagen. "Auf der anderen Seite verfestigen sich Bildungs- und Sozialdefizite bei einer immer breiter werdenden Gruppe in unseren Städten. Hier gilt es, die guten Vernetzungsstrukturen der Volkshochschule mit zahlreichen Partnern durch neue Interventions- und Bildungskonzepte für diese Personenkreise zu entwickeln und durchzuführen." Dazu ist in Kooperation mit dem Jobcenter ein Weiterbildungsmodul explizit für Frauen geplant, das für den Wiedereinstieg in den Beruf vorbereiten soll.

Geplant ebenfalls: in Zusammenarbeit mit einer Schule eine Lernwerkstatt, die auf das Berufsleben vorbereiten soll, der Fachtag "Autismus-Spektrum-Störungen", als auch entspannungspädagogische Angebote und ein Schwerpunktthema "Seniorensicherheit". Auch Kurse zum Umgang mit dem Smartphone sind geplant. Zurzeit entwickelt die Volkshochschule für Mitarbeiter der Firmen der Schlüsselregion Velbert/Heiligenhaus ein gesundheitsförderndes Bewegungsprogramm.

Weiterhin bleibt auch der Unterricht für Flüchtlinge ein großes Thema in den Räumen der VHS. "Wir sind die ursprünglichen Integration-Points, denn bei uns laufen viele Fäden zusammen", so VHS-Chef Rüdiger Henseling. In Heiligenhaus ist das Modellvorhaben "Psychomotorik für Flüchtlingskinder mit ihren Eltern" in mehreren Durchgängen angelaufen. Die Finanzierung des Projekts ist durch die Kreissparkasse Düsseldorf sichergestellt.

"Konzeptionell sind die Kurse so gestaltet, dass die Kinder ein psychomotorisches Übungsangebot erhalten, während die Mütter im Rahmen von gemeinsamen theoretischen und praktischen Kursangeboten, ein individuelles, soziales Kompetenztraining erfahren."

Quelle: RP
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