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Heiligenhaus
Viele Helfer halten Hofermühle sauber

Heiligenhaus: Viele Helfer halten Hofermühle sauber
Der Bürgerverein organisiert die Müllsammel-Aktionen. Auch diesmal kam einiges zusammen - in Kleinarbeit. FOTO: A. Blazy
Heiligenhaus. Beim Dreck-weg-Tag ging es auch um den Fortgang der Arbeiten an der A 44. Anlieger fürchten den Baustellenverkehr im Nadelöhr. Von Wolfgang Schneider

Das kleine gallische Dorf ist den berühmten Asterix-Comics ist die Hofermühle jetzt nicht unbedingt, der Zusammenhalt an der Stadtgrenze zu Ratingen ist aber definitiv da. Der Dreck-weg-Tag in der Hofermühle war der beste Beweis dafür, denn von diesseits und jenseits der Stadtgrenze kamen ganze Familien, um entlang der Ratinger Straße und an den Wegen daneben für Ordnung zu sorgen.

"Es ist doch schon einiges zusammen gekommen, auch wenn wir nicht auf ganz große Müllkippen gestoßen sind", sagt Teilnehmerin Gerlinde Eisenblätter, die mit ihrer Enkelin und deren Kinder dabei war. Ausgerüstet mit Warnwesten und Müllzangen kam vor allem kleinerer Unrat zusammen, der in Dutzenden blauen Säcken verpackt wurde. Aber auch mehr als ein Dutzend Autoreifen und einen ganzen Berg alter Fliesen haben die Helfer im Gebüsch gefunden.

Doch nicht nur die Sauberkeit war ein Thema an diesem Herbsttag, es gibt viel, was die Menschen in der Hofermühle beschäftigt: Sei es die Belastung durch die anstehende Megabaustelle zum Lückenschluss der A 44 oder die marode Brücke, die nur einspurig befahrbar ist derzeit. Das alles weiß auch Bürgermeister Jan Heinisch: "Ich kann verstehen, dass die Menschen sich Gedanken darum machen. Aber der Lückenschluss und damit auch die neue Brücke durch das Angerbachtal sind unvermeidlich. Dafür haben viele Menschen auch aus der Hofermühle 40 Jahre lang gekämpft." Gerlinde Eisenblätter kann die Sorgen vieler Betroffenen verstehen: "Die Menschen, die direkt an der Baustelle wohnen werden, haben natürlich Angst. Für uns als direkte Anwohner der Ratinger Straße ist es natürlich eine tolle Sache mit der Fertigstellung der A 44, wir haben ja lange dafür gekämpft, dass der Verkehr weniger wird."

Um eine Lösung mit der sowohl die Anwohner als auch das Land als Bauträger leben können, bemühe man sich im Rathaus, so der Bürgermeister: "Wir haben uns da eingeschaltet, weil wir die Menschen dort kennen und vielleicht anders mit Grundstückseigentümer über eine Behelfsstraße reden können als Vertreter einer Landesbehörde." Dass sich durch die Maßnahme die Zahl von rund 9000 Fahrzeugen, die täglich durch das enge Tal fallen wird, halbieren wird, sind da erst einmal nur ein schwacher Trost. Zumal sich die Verkehrssituation durch die Ampelregelung auf der Hofermühle-Brücke schon jetzt etwas beruhigt habe.

Die Anwohner haben festgestellt, dass viele Verkehrsteilnehmer offensichtlich andere Wege nutzen, um nicht an der Ampel warten zu müssen. Die Entlastung sei spürbar, heißt es.

Trotzdem stelle man sich die Frage, warum die Brücke nicht gleich für Schwerlastverkehr gesperrt werde, wenn sie so marode ist. Auch wenn das Bauwerk dem Land gehört, der Bürgermeister findet klare Worte: "Das ist nicht möglich, da sich in der Umgebung viele Speditionen befinden. Durch eine Sperrung müssten die Lkw große Umwege in Kauf nehmen, um die A 3 zu erreichen, was zu deutlich höheren Kosten für die Betriebe führen würde."

Quelle: RP
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