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Lintorf
Volles Haus für die Slam-Poeten

Lintorf: Volles Haus für die Slam-Poeten
Henni machte den Anfang beim Poetry-Slam in der Manege den Anfang. FOTO: Blazy, Achim (abz)
Lintorf. Im Jugendzentrum Manege in Lintorf gab es jetzt das erste Treffen von Hobby-Poeten. Die Veranstaltung war ausverkauft. Die Wertung kam durch eine Jury und den Applaus. Von Monika von Kürten

Mittwochabend öffneten sich die Türen des Jugendzentrums Manege auf der Jahnstraße zum ersten Ratinger Poetry-Slam in Kooperation mit der Poesieschlacht aus Düsseldorf. Die beiden Moderatoren Christine Brinkmann und Helge Goldschläger aus der Landeshauptstadt erklärten zu Beginn der ausverkauften Vorstellung kurz die wenigen Regeln: Bei einem Poetry-Slam handelt es sich um einen Vortragswettbewerb, bei dem die Poeten nur selbst verfasste Texte präsentieren dürfen.

Außer dem Manuskript sind keinerlei Hilfsmittel zugelassen. Gedicht, Geschichte oder frei vorgetragene Improvisation - erlaubt ist, was gefällt. Dafür stehen ihnen lediglich sechs Minuten zur Verfügung. Das Publikum entscheidet, was gefällt und wer diesen Wettbewerb gewinnen soll. Zu Beginn des Abends wurden fünf Zuhörer ausgewählt, die als Jury für jeden Beitrag Punkte vergaben. Die anderen Besucher konnten diese Wertung durch Applaus beeinflussen.

Außerhalb der Wertung startete Aylin Celik. Mit ihren gesellschaftspolitischen Texten hat sie schon viele Menschen begeistert. Sie stimmte die Zuhörer und vor allem die Jury auf den Abend ein. Im Anschluss "slamten" sieben junge Poeten und Poetinnen aus der Region mit Schulgeschichten, autobiografischen Vorstellungen sowie kritischen Gedanken über sich selber. Mit vorgelesenen, frei interpretierten oder auswendig vorgetragenen Werken boten sie den Zuhörern einen höchst unterhaltsamen und lebendigen Literaturabend.

Juliusz aus Ratingen war einer von ihnen. Er hatte zum ersten Mal in der Schule bei einem Projekt von einem Poetry-Slam erfahren. "Ich bin dann im ZAKK in Düsseldorf aufgetreten", erzählte der derzeitige Student. Auch wenn es dort beim ersten Mal nicht so gut für ihn lief, gefiel ihm diese Art von Wettbewerb so gut, dass er auch jetzt in Lintorf auf der Bühne stand. Gewonnen hat er an diesem Abend in Lintorf aber nicht.

Als Sieger des ersten Ratinger Poetry-Slam ging die dreizehnjährige Masha aus Erkrath hervor, die mit ihrem frei vorgetragenen Beitrag über das Anderssein den meisten Applaus einheimste.

"Aber hier geht es nicht vornehmlich um das Gewinnen. Der Spaß an der Arbeit an eigenen Texten und Vortragen dieser Werke steht im Vordergrund. Es gibt auch keinen offiziellen Preis für den Gewinner, meist nur einen symbolischen vom Veranstalter. Rivalitäten untereinander sind bei uns auch unbekannt, wir sind eine 'Slamily'. Dieses Wort setzt sich aus den Worten 'slam' und 'family' zusammen", erklärte Brinkmann.

Quelle: RP
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