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Helmut Volkinsfeld
"Wandern geht auch am Feierabend!"

Helmut Volkinsfeld: "Wandern geht auch am Feierabend!"
Wandern ist ein Stück Lebensqualität: Helmut Volkinsfeld vom Eifelverein Ratingen ist selbst Wanderführer. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Der Eifelverein Ratingen hat gerade seinen neuen Wanderplan 2016 veröffentlicht: Der Experte gibt Tipps.

Wie viele Mitglieder hat der Eifelverein Ratingen zurzeit?

Volksinsfeld Wir haben zurzeit 112 Mitglieder.

Was macht das Besondere am Wandern aus?

Volkinsfeld 'Nur wo du zu Fuß warst, bist du auch wirklich gewesen', pflegte Goethe zu sagen. Wandern liegt voll im Trend - und zwar bei allen Generationen. Wandern ist gesund für den Körper und die Psyche, sofern es regelmäßig und mindestens 20 Minuten praktiziert wird oder es wöchentlich eine größere Wanderung gibt. Das Wandern hat keine Altersbegrenzung, ist gut für Herz und Kreislauf, stärkt die Muskeln und regt den Stoffwechsel an, setzt die Anfälligkeit für Infektionen herab, erschließt die Schönheiten der Landschaft, aktiviert alle Sinne, erhöht das körperliche und seelische Wohlbefinden. Der Verein ist nicht in erster Linie eine verschworene Gesinnungsgemeinschaft, sondern eine Vereinigung von Wanderenthusiasten, deren Profis ihre Dienste durchaus auch Nichtmitgliedern zur Verfügung stellen.

Sie haben gerade einen neuen Wanderplan für das Jahr 2016 herausgegeben. Welche Routen sind besonders beliebt?

Volkinsfeld Immer wieder reizvoll ist das nahegelegene und zu jeder Jahreszeit wunderschöne Angertal. Ansonsten gilt auch beim Wandern: Die Geschmäcker sind verschieden. Schon die Wegbeschaffenheit wird unterschiedlich bewertet. Manche Vereinsmitglieder bevorzugen breite, gut gepflegte Wanderwege, andere lieben die schmalen Pfade mit Baumwurzeln und anderen Unebenheiten. Gern bieten wir Wanderungen in dem Gebiet zwischen Hösel, Kettwig, Werden und Velbert an. Die Gegend ist durch viel Wald, Bachläufe und gute Aussichten auf den Höhen besonders reizvoll. Die Elfringhauser Schweiz oder der Birgeler Urwald waren die Highlights des vergangenen Jahres.

Sie wollen auch das jüngere Volk fürs Wandern begeistern. Wie wollen Sie das schaffen?

Volkinsfeld Die Neumitglieder sind Frauen und Männer, die ihr Berufsleben gerade hinter sich gelassen haben. In dem Wanderplan 2016 bieten wir anspruchsvollere längere Wanderungen an, die samstags bereits am Vormittag beginnen. In den Sommermonaten werden vier Feierabendwanderungen stattfinden, die gegen 19 Uhr beginnen und nach etwa zwei Stunden möglichst in Ratingen enden werden. Damit wollen wir noch Berufstätigen die Möglichkeit eröffnen, das gemeinschaftliche Wandern kennenzulernen. Wir möchten in der Hauptsache die jüngeren Älteren ansprechen. Der Wanderplan 2016 ist übrigens kostenlos erhältlich beim Amt für Kultur und Touristik, Minoritenstraße 5.

Und wie sind Sie zum Wandern gekommen?

Volkinsfeld Bereits im Elternhaus bestand die Tradition des regelmäßigen ausgedehnten Sonntagsspaziergangs mit der kompletten Familie. Nach längerem Auslandsaufenthalt, bei dem leider die Autofahrt dominierte, waren wir dankbar, dass der Eifelverein uns mit der neuen Heimat Ratingen vertraut machte. Insbesondere der Aaper Höhenweg hatte es uns angetan. Angenehme Gespräche und auch die Geselligkeit haben uns dazu bewogen, dass wir die zahlreichen Angebote regelmäßig angenommen und wir uns letztlich zur Aufnahme in den Verein entschlossen haben.

Was sollte man beim Wandern beachten? Geben Sie doch ein paar Tipps.

Volksinsfeld Eine kurze Zusammenfassung 'Was Wanderer wissen' haben wir in dem Anhang zu dem Wanderplan 2016 aufgeschrieben. Wer wandert, der ist in der Regel vorbereitet, hat eine Route geplant und rüstet sich aus - zumindest mit Wanderschuhen, Rucksack und wetterfester Jacke. Wandern ist kein Hochleistungssport, höchstens Wohlfühlsport, auf jeden Fall sollte es ein Vergnügen sein. Denn beim Wandern wollen die meisten von uns die Natur genießen, abschalten, entspannen, mit netten Leuten unterwegs sein - und sich dabei moderat bewegen. Gemeinsam freut man sich nach der Aktivität bei einer Rast über das, was man erreicht hat. Bei durchschnittlich vier bis sechs Kilometern pro Stunde erleben wir unsere Umwelt in unserem ureigenen menschlichen Rhythmus.

NORBERT KLEEBERG STELLTE DIE FRAGEN.

Quelle: RP
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