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An(ge)dacht
Was ein Sämann bewirken kann

Im Sommer reisen viele in verschiedene Länder in der Hoffnung, ein bisschen Ruhe und Erholung zu finden nach der Zeit der Arbeit. Die Probleme bleiben zu Hause. Schön geplante Holidays. Volles Programm. Abenteuer. Was nicht zu planen ist, sind die Begegnungen unterwegs. Wenn sie gut sind, dann ist alles ok. Leider treffen wir auch in vielen Orten in Europa auf Armut, Kriege, Krankheiten... Voll Empathie versuchen wir vor Ort diesen Problemen entgegen zu treten: mit kleinen Spenden, mit gutem Wort. Dabei stellen wir die Frage: Warum lässt Gott zu, dass die Menschen leiden?

Gegenfrage: Meinst Du wirklich, dass Gott dafür die Verantwortung trägt? Vor Zwei Wochen hörten die Christen aus den katholischen Gemeinden einen Abschnitt aus dem Matthäusevangelium (Mt 13, 24-30), wo von einem Sämann die Rede war. Er hat den guten Samen auf seinen Acker gesät mit der Hoffnung auf eine gute Ernte. Als er schlief, kam sein Feind und säte Unkraut. Als die Arbeiter des Ackerbesitzers das gesehen haben, wollten sie sofort reagieren. Der Chef aber wollte abwarten um bei der Ernte die beiden Sachen zu trennen: Weizen und Unkraut. Mit dem kleinen Gleichnis brachte Jesus zum Ausdruck, dass Gott Geduld mit uns hat. Er möchte uns eine Chance geben weiter zu wachsen, egal wer wir sind. Es genügt aber nicht, nur auf dieser Ebene zu bleiben. Indirekt erinnert uns Gott, dass die Verantwortung für diese, unsere Erde uns überlassen wurde (siehe Buch Genesis).

Und wenn Du irgendwann fragen würdest: Wo ist (oder war) Gott im Leben dieser Menschen? Frage lieber: Was habe ich als Mensch und Nächster für die Armen und Betroffenen gemacht? Und vielleicht unternimmst Du dann etwas Kleineres und irgendwann wir die Erde dann zum Paradies.

KAPLAN CHRISTOPH ZASANSKI, KATH. KIRCHENGEMEINDE HEILIG GEIST IN RATINGEN

Quelle: RP
 
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