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Kreis Mettmann
Wenn der Kreis Geburtstag feiert

Kreis Mettmann. Vertreter der zehn Städte feiern mit dem Landrat im Kreishaus das Jubiläum.

Bevor zum Ausklang einer rundum gelungenen Jubiläumsfeier die Brass-Band des Landespolizeiorchesters NRW "An Tagen wie diesen" von den Toten Hosen spielte, gab es noch Standing Ovations.

Landrat Thomas Hendele ehrte die Monheimer Ehrenbürgermeisterin Ingeborg Friebe für ihre Verdienste um den Kreis Mettmann und erinnerte daran, dass sie 1976 mit Erfolg für die Wiedereingliederung Monheims in den Kreis Mettmann gekämpft habe. Nach der Überreichung einer Silbermedaille des Kreises und einer Ehrenurkunde durch den Landrat sagte Ingeborg Friebe: "Mir ging es damals um die Selbstständigkeit Monheims und die Eingliederung meiner Stadt in einen starken Kreis Mettmann."

Kreisdirektor Martin M. Richter führte mit einer unterhaltsamen und mit vielen Bonmots gespickten Rede einen Spaziergang durch die Geschichte des Kreises Mettmann. Seine Bemerkungen verband er aufgrund der wechselhaften Historie des Kreises mit dem treffenden Motto des Heraklit von Ephesus "Nichts ist so beständig wie der Wandel". Der Kreisdirektor verwies auf eine vor 200 Jahren gemachte Vorgabe für die Tätigkeit des Landrates: Der Geschäftsverkehr zwischen dem Landrat und den verschiedenen Dorf-Schulzen müsse so viel wie möglich mündlich betrieben werden und dürfe nicht in unnütze Schreibereien ausarten.

Regierungspräsidentin Anne Lütkes wies in ihrem Grußwort darauf hin, dass der Kreis und die Bezirksregierung gleichalt seien. Sie erinnerte an Freiherr vom Stein, der damals die Selbstverwaltung für Provinzen, Kreise und Gemeinden forderte und einen zentralisierten und bürokratischen Staat ablehnte. Der Vorsitzende der Bürgermeisterkonferenz, Frank Schneider (Langenfeld), bezeichnete in seiner kurzweiligen, zuweilen auch kritischen Rede, Landrat Hendele als den Vater der Kreisfamilie. Landrat Thomas Hendele betonte, dass ohne die Kreise eine qualitätsvolle und effiziente Verwaltung des Landes nicht möglich wäre. "Dies gilt nicht nur für die Kreisverwaltungen, sondern auch für die Polizei", so Hendele der auch Polizeibehördenleiter ist. "Was die Kreise brauchen, ist eine solide finanzielle Ausstattung."

(K.M.)
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