| 00.00 Uhr

Ratingen
Werbegemeinschaft will Altstadt stärken

Ratingen: Werbegemeinschaft will Altstadt stärken
Ratingen kann mit seiner historischen Altstadt punkten - doch es gibt noch viel Potenzial, so der City-Kauf. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Vorsitzende Manuela Kessler nennt aktuelle Zahlen: Die Kaufkraft ist gesunken, es fehlen "Magnete" und Parkplätze. Von Joachim Preuss

Angesichts sinkender Umsätze im Einzelhandel und wegbrechender Kaufkraftbindung fordert die Werbegemeinschaft City-Kauf eine "Vorwärtsstrategie für die Altstadt als Einzelhandels- und Gastronomiestandort". In einem Schreiben an Bürgermeister Klaus Pesch äußern sich die Vorsitzende Manuela Kessler und Hilmar Loy, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, unter anderem zur Entwicklung des Hertie-Hauses und zur Parksituation in der Stadt.

Man freue sich, dass "nach Jahren des Stillstandes" die Entwicklung der Altstadt in den Fokus rücke und neuen Schwung bekomme, so Kessler. Sie verweist auf die neuen Läden am Markt 17-20, die Aufwertung des Düsseldorfer Platzes, Intek-Maßnahmen wie Fassadenprogramm, Rathaus-Neubau und Ratingen-App. Man schaue daher gemeinsam mit den Gastronomen "mit Zuversicht in die Zukunft".

Doch der Blick in die Kasse sorgt für Sorgenfalten: Die Kaufkraftbindung sei 2014 mit 90 Prozent auf einen neuen Tiefpunkt gefallen, so Kessler. Daher "möchten wir vor allem diejenigen Ratinger, die nicht direkt in der Innenstadt wohnen, wieder gewinnen. Dazu gehören neben den Bürgern der Ratinger Stadtteile auch Bürger aus dem angrenzenden Umland wie Rath, das wachsende Knittkuhl und das südliche Mülheim, Essen und Duisburg." Auch einige der rund 30.000 Einpendler wolle man von der Qualität der Stadt überzeugen:. "Die schöne Altstadt mit ihren kurzen Wegen und dem einmaligen Flair bietet beste Voraussetzungen, zu erfolgreichen Städten wie Hilden oder Langenfeld aufzuschließen."

Doch da gebe es "zwei Baustellen", die Sorgen bereiteten: Zum Einen das Hertie-Haus, für das man sich großflächigen Einzelhandel mit Magnetbetrieben wünsche. "Die Neuordnung von Düsseldorfer Platz und Düsseldorfer Straße sollte hierfür eine günstige Initialzündung bieten. Dies wäre auch für den Fußgängerzonen-Teil der Düsseldorfer Straße von großer Wichtigkeit."

Die zweite "Baustelle" sei die Parksituation. Die drei restlichen Parkhäuser müssten in Ordnung gehalten werden, das vom Rat beschlossene Parkleitsystem sei endlich umzusetzen. Der City-Kauf fordert besonders, weitere Tiefgaragenstellplätze zwischen Hans-Böckler- und Wallstraße sowie an der Kirchgasse zu schaffen. Loy: "Während Ratingen derzeit nur über rund 500 Tiefgaragenplätze in der Innenstadt verfügt, gibt es im kaum halb so großen Mettmann mehr als 700 und im ebenfalls kleineren, aber sehr erfolgreichen Hilden mehr als 1200." Für die "überlebenswichtige Kaufkraftbindung" seien weitere unterirdische Stellplätze in der Altstadt unverzichtbar. Auch könnten "seit Jahren Geschäftsinhabern und Mitarbeitern keine Dauerstellplätze mehr angeboten werden". Bei der Stadtverwaltung Ratingen wurde gestern der Eingang des Schreibens bestätigt. Man arbeite derzeit an einer entsprechenden Antwort, hieß es auf Anfrage dieser Redaktion.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Ratingen: Werbegemeinschaft will Altstadt stärken


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.