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Hösel
Werke von Jutta Osten in Hösel

Hösel: Werke von Jutta Osten in Hösel
FOTO: Oberschlesisches Landesmuseum Hösel
Hösel. Das Oberschlesische Landesmuseum zeigt Arbeiten anlässlich des 100. Geburtstags der Künstlerin.

Bis zum 18. Februar präsentiert das Oberschlesische Landesmuseum die Sonderausstellung "Kann Spuren von Heimat enthalten", die sich mit Aspekten des Essens und Trinkens, mit Identität und Integration der Deutschen im östlichen Europa befasst und dazu Familienrezepte, typische Gerichte, selbst gebaute Möbel, mitgebrachte Küchengeräte und vieles mehr zeigt.

In der Osterzeit schon zur Tradition geworden ist die alljährliche Ostereiausstellung (4. März bis 12. April). Bereits zum neunten Mal zeigt das OSLM die beliebte Sonderschau, diesmal unter dem Titel "Eierkegeln, Schmackostern und Nasser Montag. Ostereier und Osterbräuche in Schlesien". Weltweit verbreitet ist der Brauch, zu Ostern Eier kunstvoll zu verzieren und zu verschenken. In einigen Ländern wird diese Tradition durch Ausstellungen, Ostermärkte und Wettbewerbe besonders gepflegt und belebt. Neben den kunstvoll verzierten Ostereiern, von denen das OSLM mittlerweise über 500 besitzt, stehen auch die Osterbräuche im Mittelpunkt. Begleitend dazu werden wieder Workshops angeboten, in denen die traditionellen Techniken des Ostereierverzierens erlernt werden können. Lassen Sie sich von dieser besonderen Kunst verzaubern und auf die Osterzeit einstimmen.

Gleichzeitig mit der Ostereiausstellung startet im OSLM auch die Sonderausstellung "Jutta Osten zum 100. Geburtstag - Werkschau" (4. März bis 21 Oktober). Anlass bietet der 100. Geburtstag von Jutta Osten am 25. Februar 2018. Die bemerkenswerte Künstlerin wurde 1918 in Gleiwitz, dem heutigen Gliwice, geboren und starb 2009 in Köln, wo sie mehr als 30 Jahre als Kunsterzieherin, Bildhauerin, Medailleurin und Grafikerin tätig war. Sie studierte in Berlin, Prag, Düsseldorf und Köln. Mitbestimmend für Schaffen waren die Vertreibung der Familie aus Oberschlesien sowie Erfahrungen von Internierung und Langerleben in der Tschechoslowakei. Mehrere Einzelausstellungen in Deutschland, Polen und Italien sowie zahlreiche internationale Ausstellungsbeteiligungen machten Jutta Osten bekannt. Mehrfach wurde sie ausgezeichnet, zuletzt am 17. November 1990 mit dem Oberschlesischen Hauptkulturpreis, gestiftet vom Land NRW. Die Preisverleihung fand im Oberschlesischen Landesmuseum statt, das die Künstlerin bereits 1990 und 1997 mit zwei Ausstellungen würdigte. Das Höseler Museum verwahrt auch den künstlerischen Nachlass, aus dem die Werkschau gespeist wird.

Im Ratinger Stadtteil Hösel gelegen, ist das OSLM fest mit dem kulturellen Geschehen vor Ort verankert. 2018 feiert Hösel sein 800-jähriges Jubiläum. Vom 17. Juni bis 15. Juli gibt es dazu im OSLM eine Ausstellung, die unter Mitwirkung von Höseler Vereinen und Initiativen für die Höseler Bevölkerung gestaltet wird.

Von Hösel in Ratingen bis zur Gartenkunst von Peter Joseph Lenné östlich der Oder im heutigen Polen ist es ein weiter Weg. Jedoch hat der 1789 in Bonn geborene und 1866 in Potsdam gestorbene Gartenkünstler und Landschaftsarchitekt auch im Rheinland Spuren hinterlassen. Das OSLM übernimmt die zweisprachige Tafelausstellung "Meisterhaft wie selten einer ...". Die Gärten Peter Joseph Lennés zwischen Schlesien und Pommern" vom Deutschen Kulturforum östliches Europa, Potsdam, das die Sonderschau zusammen mit dem Institut für Landschaftsarchitektur an der Technischen Universität Dresden, der Naturwissenschaftlichen Universität Breslau und der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg erstellt hat. Während die Parkanlagen Lennés auf dem Gebiet der Bundesrepublik bekannt und praktisch vollständig erfasst sind, gerieten seine Werke in den ehemals deutschen Provinzen jenseits der heutigen Grenze weitgehend in Vergessenheit. Die Gärten im schlesischen Hirschberger Tal locken bereits eine Vielzahl von Touristen an. Andere warten hingegen noch auf ihre Wiederherstellung.

Information: Oberschlesisches Landesmuseum, Bahnhofstraße 62, Tel. 0 21 02 - 96 50, Fax: 021 02 - 96 54 00; E-Mail: info@oslm.de.

(köh/RP)
 
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