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Heiligenhaus
Westfalenstraße: Motorradfahrer stirbt nach Unfall

Heiligenhaus: Westfalenstraße: Motorradfahrer stirbt nach Unfall
Autofahrer (49) nimmt dem Unfallopfer (65) die Vorfahrt, so die Polizei. FOTO: Blazy, Achim
Heiligenhaus. Ein tödlicher Unfall an der Kreuzung Westfalenstraße und Kettwiger Straße hielt am frühen Samstagabend Rettungsdienst und Polizei in Atem. Am Sonntagvormittag zeugten an der Unfallstelle nur noch grüne Kreidemarkierungen der Polizei vom bisher wohl schwersten Unfall auf der innerstädtischen Umgehungsstraße.

Sie ist die Hauptverkehrsader für alle, die, aus Richtung Velbert kommend, nach Hösel oder Ratingen unterwegs sind.

Ein 65-jähriger Kradfahrer aus Ratingen befuhr mit seiner 64-jährigen Sozia, einer Düsseldorferin, die Westfalenstraße in Fahrtrichtung Rheinlandstraße. An der Einmündung Kettwiger Straße kam es zum Zusammenstoß mit dem Wagen eines 49-jährigen Heiligenhauser Autofahrers. Der Mann wollte von der Rheinlandstraße aus nach links in die Kettwiger Straße abbiegen und missachtete dabei nach Polizeiangaben "offensichtlich die Vorfahrt des Kradfahrers".

Wie Dirk Kessenbrock (Polizei Mettmann) am Sonntag auf Nachfrage mitteilte, laufen die Ermittlungen zur Unfallursache noch. "Details können derzeit keine genannt werden, das wäre rein spekulativ - es geht um das Gesamtpaket von A bis Z", sagte er.

Fest steht: Bei dem schweren Zusammenprall wurde der Kradfahrer über den Lenker seines Motorrades gegen die Windschutzscheibe des Autos geschleudert. Nach notärztlicher Behandlung vor Ort wurde er per Rettungshubschrauber in die Düsseldorfer Uniklinik geflogen, wo er in der Nacht zum Sonntag verstarb. Die Sozia erlitt ebenfalls Kopfverletzungen. Sie schwebte in Lebensgefahr und wurde mittlerweile in eine Spezialklinik in Essen verlegt, wie die Polizei auf Anfrage ergänzte.

Der 49-jährige Heiligenhauser erlitt einen Schock und befindet sich in stationärer Behandlung. Der Kreuzungsbereich musste für die Versorgung der Verletzten sowie für die Unfallaufnahme gesperrt werden. Größere Verkehrsbehinderungen vermeldete die Polizei nicht.

Es war am Wochenende der erste von zwei schweren Unfällen mit verunglückten Motorradfahrern. Der Zweite ereignete sich gegen 19.35 Uhr in Velbert-Langenberg. Zwei Motorradfahrer (51 und 59) fuhren nach Polizeiangaben in Richtung Hattingen. Als der 59-Jährige nach rechts auf ein Tankstellengelände abbog, erkannte der 51-Jährige dieses Manöver offensichtlich zu spät. Aufgrund einer Vollbremsung kam es zu einem Sturz, wobei er sich "erhebliche Knochenbrüche" zuzog.

(köh)
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