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Ratingen/Berlin
Wie junge Leute sicher im Netz surfen

Ratingen/Berlin. Ideen gegen "Cybermobbing": Ratinger und Heiligenhauser Schüler können sich an einem Wettbewerb beteiligen. Von Sandra Kreilmann

Jeder vierte Jugendliche war bereits Opfer von Cybermobbing. Cybermobbing, das ist eine noch recht neue Form der Gewalt, des Schikanierens und Diffamierens, die hauptsächlich im Internet stattfindet. Besonders schlimm: Das Opfer hat keine Chance dem Mobbing zu entgehen, durch den Rechner oder das Smartphone kommt das Mobbing bis in das Zuhause, das eigentlich Rückzugs- und Schutzraum sein sollte.

Dazu kommt: Das Internet vergisst nicht. Einmal im Netz, sind Fotos und Videos nicht mehr "zurückzuholen". "In der digitalisierten Welt sind Beleidigungen im Netz leider ein alltägliches Thema. Persönliche Konflikte werden mitunter ins Netz verlagert, wo sie öffentlich ausgetragen werden. Digitale Kommunikationsmöglichkeiten senken bei manchen Nutzern die Hemmschwelle", weiß Uwe Leest, Vorstandsvorsitzender des Bündnisses gegen Cybermobbing, das am 18. Januar einen Kongress unter Mitwirkung von DsiN, dem Verein Deutschland sicher im Netz veranstaltet hat. Psychologen, Juristen und IT-Unternehmen die rechtlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen des Phänomens.

In den Ratinger und Heiligenhauser Schulen ist das Thema "Cybermobbing" immer wieder Teil des Unterrichts, in Form von Projektwochen, Vorträgen und Präventionsveranstaltungen der Polizei. Die definiert Mobbing folgendermaßen: "Typische Mobbing-Handlungen sind die Verbreitung falscher Tatsachen, die Zuweisung sinnloser Vorwürfe, Gewaltandrohungen, soziale Isolation oder ständige Kritik an Aussehen, Verhalten und Arbeit eines Opfers."

Für sicheres und respektvolles Verhalten im Netz ruft der DsiN-Jugendwettbewerb "myDigitalWorld" in diesem Jahr wieder junge Menschen zwischen 13 und 21 Jahren auf. Er wurde im Rahmen des 1. Nationalen IT-Gipfels ins Leben gerufen mit dem Ziel, als Ansprechpartner für Verbraucher und Unternehmen konkrete Hilfestellungen für mehr Sicherheitsbewusstsein im Netz zu leisten.

Drei Heiligenhauser Jugendliche, die sich im Arbeitskreis des Jugendrates engagierten, bevor dieses Gremium offiziell zurück ins Leben fand, konnten bei der Premiere dieses Preises im letzten Jahr gleich zwei Preise für ihre Ideen gewinnen, die gleich drei Internetseiten verbindet. Rebecca Ritterbach, Ianos Tzouvaras und Elisa Schnurr, überzeugten nicht nur die Jury, sie konnten auch den Publikumspreis entgegennehmen. Hinter ihrer Idee steckt der Fakt, dass auch Eltern oftmals der digitalen Entwicklung hinterherhinken, im Zuge dessen entwickelten die Jugendlichen die Idee zu einer Plattform mit Anleitungen für Eltern, sowohl in Bildern, Texten und Videos, die zum Beispiel Sicherheitseinstellungen für den Rechner erklären, damit Kinder nicht auf nichts-altersgerechte Seiten treffen. Damit verbunden haben die jungen Preisträger die Webseite H-Part, auf der sie online auf der Suche nach Ideen von Jugendlichen für ihre Stadt waren.

Quelle: RP
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