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Ratingen
Wie man die Haut vor Wundsein schützen kann

Ratingen. Der eine bekommt sie, die andere nicht, und wenn man überhaupt davon geplagt wird, dann beim gegenwärtigen Wetter: Die rauen bis entzündeten Stellen zwischen den Oberschenkeln oder in meist verborgenen Hautfalten. Betroffene möchten einerseits am liebsten in Schockstarre fallen, andererseits können sie aber auch einiges unternehmen, um relativ schmerzfrei die Beschwerden zu überwinden, die von der Hitze verursacht werden. Übergewichtige Menschen können durch das Aneinanderreiben der Oberschenkel Entzündungen an den Oberschenkeln bekommen, auch eine ungünstige Stellung der Beine kann dazu führen. Außerdem siedeln sich in Hautfalten unter der Brust und am Po in einem feuchten Hautmilieu gern Keime an und schließlich auch Hautpilze, die dann auch noch den Schweiß zersetzen. Dabei entstehen dann schmerzhafte Pickel. Aber: Es gibt Hilfe. Von Gabriele Hannen

Sowohl die Ratinger Apothekerin Brigitte Wolff als auch die Lintorfer Hautärztin Anke Müschen raten davon ab, betroffene Körperpartien dick einzupudern. Fast gleichlautend erklären sie: "Das hat man früher vielleicht mal gern gemacht - doch Puder verklumpt und reibt dann noch zusätzlich". Auch bei der Babypflege ist man damit sehr viel sparsamer geworden.

Wildes Waschen ist allerdings auch keine Lösung. "Natürlich müssen schwitzende Stellen gereinigt werden", so Wolff, "aber nicht übermäßig. Die Haut quillt dann noch mehr auf und wird immer angreifbarer." Sie empfiehlt zum Beispiel fusselfreie Baumwollkompressen, die, in Hautfalten geklemmt, die Reibung verhindern. "Man kann unter der Brust oder am Po auch ein Mittel als Lotion einreiben, das die Haut leicht gerbt und sie so unempfindlicher macht."

Zu den medizinischen Vorbeugungsmöglichkeiten gehören am besten fettfreie Hautschutzprodukte, die vor allem bei Sportlern bekannt sind: Ein altbekanntes Mittel ist Hirschtalg, das als Stift verkauft wird und einen punktgenauen Auftrag auf die Haut möglich macht - es ist transparent, schmiert nicht und kann Blasenbildung und Scheuern verhindern, auch unter Sporttights, Reithosen und an Fersen. Oft reicht es schon, wenn man diese Mittel morgens nach Dusche und sorgfältigem Abtrocknen anwendet. Vergleichbare Produkte (Bodyglide) beugen auch beim Tragen von Neopren-Anzügen vor.

Hautärztin Anke Müschen hält natürlich auch das Tragen von Leggings unter Kleidern für gescheit: "Da verhindert dann natürlich das Baumwollgewebe jegliches Scheuern und saugt auch noch Schweiß auf".

Leichte Baumwoll- oder Leinenkleidung sei angesagt, Minz- oder Salbeitee zur Minderung von Schweißausbrüchen und dann auch noch baumwollene Unterwäsche empfiehlt die Apothekerin.

Quelle: RP
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