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Ratingen
Wie man die Jugend ins Theater lockt

Ratingen. Das Kulturamt bietet in Kooperation mit dem Jungen Schauspielhaus Düsseldorf erstmals das "Junge Abo" an. Von Karl Ritter

Als Andrea Töpfer, Chefin des Kulturamtes, das neue Jahresprogramm vorstellte, lag ihr vor allem ein Projekt am Herz: "Wir wollen auch die Jugend wieder näher ans Theater heranbringen." Nach der Sommerpause können sich jugendliche Theaterfans aus Ratingen auf ganz besondere Theatererlebnisse freuen. Denn ab dieser Spielzeit bietet das Kulturamt erstmals das "Junge Abo" an, das in Kooperation mit dem Jungen Schauspielhaus Düsseldorf den Besuch von vier Theateraufführungen in Düsseldorf ermöglicht.

"Schon lange wollten wir ein Theaterangebot speziell für Jugendliche entwickeln, aber nur eine S-Bahnhaltestelle von uns entfernt in Düsseldorf-Rath gibt es ja schon hochkarätiges Jugendtheater: das Junge Schauspielhaus Düsseldorf. Da dachten wir: Warum nicht eine Kooperation eingehen?", sagt Kulturamtsmitarbeiterin Erika Wickel. Sie hat gemeinsam mit dem Jungen Schauspielhaus Düsseldorf das Konzept entwickelt. Das Angebot richtet sich an Jugendliche ab zwölf Jahren, die in der neuen Spielzeit ab September vier Theaterstücke besuchen können - zu einem Gesamtpreis von 20 Euro. "Zudem soll es Künstlergespräche und auch mindestens einen Premierentermin geben. Auch Erwachsene können gerne die Vorstellungen besuchen", so Töpfer bei der Pressekonferenz. Für sie kostet das Abonnement 40 Euro. Ein wichtiger Bestandteil des Abos ist die Möglichkeit, sich einer organisierten Gruppe anzuschließen. "Wir planen die Bildung einer festen Gruppe, die gemeinsam und begleitet durch einen Erwachsenen mit der S-Bahn zu den Theateraufführungen im Jungen Schauspielhaus in Düsseldorf-Rath fährt", so Töpfer. Und damit werden gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen: "Zentraler Bestandteil eines Theatererlebnisses ist ja auch der Austausch darüber", sagt Erika Wickel. "Es wäre schön, wenn so ein richtiger kleiner Ratinger Theaterclub entsteht. Und die Eltern wissen, dass ihre Kinder sicher ans Ziel kommen."

Los geht es am 13. September mit der Premiere von "Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns sah". Das preisgekrönte Stück von Jens Raschke ist eine Fabel um eine Gruppe von Zootieren, die sich mit der gesellschaftlich weiterhin brisanten Frage "Hinsehen oder Wegschauen?" auseinandersetzt. Historischer Hintergrund ist das Konzentrationslager Buchenwald im Jahre 1938. Des Weiteren werden angeboten: "Tschick" nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf, "Kreidekreis" von Armin Petras und Lara Kugelmann sowie "Patricks Trick" von Kristo agor. Das Junge Schauspielhaus Düsseldorf liegt in der Münsterstraße 446, nur wenige Minuten zu Fuß entfernt vom S-Bahnhof Rath-Mitte.

Quelle: RP
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