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Ratingen
Wie man mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen kann

Ratingen. SPD lädt zu einer Info-Veranstaltung ein.

Die SPD lädt für Donnerstag, 30. Juni, 19 Uhr, ins Bürgerhaus Frankenheim am Markt (Saal, 1. OG) ein. Unter dem Titel "Wie kann mehr bezahlbarer Wohnraum in Ratingen geschaffen werden?" diskutieren Jochen Kral, Baudezernent Stadt Ratingen, Volkmar Schnutenhaus, Geschäftsführer der Ratinger Wohnungsgenossenschaft (WOGERA) und Jürgen Wördemann von der Wohnraumförderung Kreisverwaltung Mettmann.

"Seit Jahren ist bekannt, dass es in Ratingen viel zu wenig bezahlbaren Wohnraum gibt", so Fraktionschef Christian Wiglow. Der Bestand an Sozialwohnungen sei von 1990 mit noch 6.798 auf nur noch 2.627 im Jahre 2014 bereits um über 60 Prozent zurückgegangen. Bis zum Jahre 2026 werde der Bestand um weitere 15 Prozent zurückgehen auf dann nur noch 2.225 Sozialwohnungen. Gleichzeitig steige die Nachfrage, ohne dass es nennenswerte Bautätigkeit für bezahlbaren Wohnraum gäbe.

"Wir müssen in Ratingen endlich zu Ergebnissen kommen und mit den ersten Projekten anfangen", so Wiglow. "Wir haben auch kein Erkenntnisproblem, sondern ein Vollzugsproblem".

Die Nachfragesituation auf dem allgemeinen Wohnungsmarkt, insbesondere im Segment bezahlbaren Wohnraums, ist in Ratingen nach wie vor problematisch, verstärkt gilt dieses für Sozialwohnungen und barrierefreien (bezahlbaren) Wohnraum. Der Rat der Stadt Ratingen hat dazu auf Antrag der SPD verschiedene Beschlüsse gefasst, deren Umsetzung aussteht.

"Preisgünstiges und bezahlbares Wohnen ist das große Thema, in dem sich in Ratingen endlich etwas bewegen muss", so Wiglow. Ratingen müsse eine Stadt sein, in der alle Menschen leben können. Daher sei es höchste Zeit, dass sich auch in Ratingen endlich etwas tue.

Sozialer Wohnungsbau scheitere nicht am Geld, denn dafür werde viel zu viel der Fördermittel ungenutzt zurückgegeben. Die Fördermittel des Landes stünden für Mietwohnungsbau zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums, Eigentumsförderung und Bestandsförderung wie die Schaffung von Barrierefreiheit zur Verfügung. Davon seien in 2013 noch nicht einmal 36 Prozent kreisweit abgerufen worden: "In Ratingen faktisch nichts. Und die Folgejahre sehen kaum besser aus." Da könnten Land und Bund noch so viele Förderprogramme auflegen, die immer attraktiver werden, wenn der Wille zur Umsetzung vor Ort fehle.

Mit der nun endlich erstellten Vorlage 114/2016 komme hoffentlich mehr Schwung als bisher in dieses wichtige Thema.

(JoPr)
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