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Heiligenhaus
Wie man Robotern das Spielen beibringt

Heiligenhaus: Wie man Robotern das Spielen beibringt
Professor Peter Gerwinski und die Studenten Steffen Obermüller und Christian Sauer zeigten einen Fußball spielenden Roboter. FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Regelmäßig öffnet der Campus seine Türen für Interessierte. Die schätzen vor allem den Blick in die Labors. Von Sandra Kreilmann

Mit staunenden Augen laufen die die jungen Damen und Herren durch die Räume des Campus Velbert/Heiligenhaus. Ob Lego-Roboter oder Quadrokopter, das was sie in den Laboren finden, könnte zukünftig Teil ihrer Ausbildung sein. "Ich habe schon als kleiner Junge viel mit Lego gebaut, Technik interessiert mich schon immer. Da liegt es natürlich nahe, dass ich das auch im Beruf nutzen will", sagt Christian Winter. Über das Internet ist er auf den Tag der offenen Tür des Campus aufmerksam geworden. Für den Schüler aus dem Umland böte sich das Angebot hier an.

"Studieren und Ausbildung, das klingt gut und ist eine unheimliche Zeitersparnis." Dass das Pensum enorm ist, ist ihm bewusst. Studierende des Campus, die den Alltag bereits kennengelernt haben, wissen jedoch: "Es ist machbar." Von der Stadt Heiligenhaus hatte er dabei vorher noch gar nichts gehört, "aber ich mag die Gegend", sagt Christian über die Kleinstadt im Niederbergischen. Der Blick aus dem fünften Stock, dort wo sich beteiligte Firmen an diesem Samstag bei der Jobbörse präsentieren, geht weit übers Land. "Ich könnte mir schon vorstellen, hier zu studieren."

Der Tag der offenen Tür ist im regelmäßigen Turnus die erste Einladung für den Ingenieursnachwuchs. Die Kontakte zur Wirtschaft werden in der Jobbörse geknüpft, dort stehen auch zum Teil bereits Studierende am Campus an den Ständen, die erzählen, wie sie ihren Alltag hier erleben. Doch für viele Interessierten geht es darum, überhaupt Uni-Luft zu schnuppern. Zwar noch in den provisorischen Räumen der Firma Kiekert am Höseler Platz, bald aber schon im eigenen Hochschulgebäude an der Kettwiger Straße.

Hochschule und Wirtschaft sind eng verknüpft, davon profitieren die Studierenden und dessen sind sie sich bewusst. Das Konzept geht auf, das Interesse an den Tagen der offenen Tür ist regelmäßig hoch. Dass auch der weibliche Nachwuchs auf dem Vormarsch ist, zeigen nicht nur die Zahlen der Studierenden, die konstant bei etwa zehn Prozent liegt, auch das Interesse von Schülerinnen ist groß. Alexandra Schröder ist eine von ihnen: "Wenn ich hier mein Handwerk lerne, dann kann ich überall in der Welt arbeiten. Das reizt mich." Auch sie findet die praxisnahe Arbeit auf dem Campus spannend. Diese Praxisnähe können Schüler im Alter von zehn bis 15 Jahren in einem Ferienkurs kostenlos ausprobieren und Campus-Luft schnuppern. Der Ferienkurs zum Thema Lego-Roboter findet am Montag, 30. März, und Dienstag, 31. März, jeweils von 9 bis 14 Uhr statt. Bei dem zweitägigen Kurs können eigene Wunschfiguren zusammengebaut und mit Lego-Mindstorm zum Leben erweckt werden, die dann auf Klatsch-Kommandos hören, Wettrennen auf der Straße fahren oder sogar mit Menschen sprechen können.

Nach einer kurzen Einführung in die Programmiersprache sind die Kinder selbst in der Lage, den Robotern diese Fähigkeiten beizubringen.

Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen gibt es bei Linda Wentzel, Telefon 02056/158749 oder per E-Mail an linda.wentzel@hs-bochum.de.

Quelle: RP
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