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Heiligenhaus
Wie Radfahrer das Klima schützen

Heiligenhaus. Rund 80 Radler haben bei der Aktion Stadtradeln knapp 16.000 Kilometer zurückgelegt - und 2.300 Kilogramm CO2 gespart. Von Sandra Kreilmann

Bei bestem Radfahrerwetter ging die Aktion Stadtradeln zu Ende, die in Heiligenhaus rund 80 Radfahrer, organisiert in 14 Teams, aufs Rad gebracht hat. Der Erfolg ist bei dieser Aktion messbar: Knapp 16.000 Kilometer haben die teilnehmenden Heiligenhauser auf dem Fahrrad zurückgelegt. Bei einer Rechnung, basierend auf 144 Gramm CO2 pro Personen-Kilometer, ergibt das eine Ersparnis von insgesamt 2.300 Kilogramm CO2 für die niederbergische Stadt. Das freut den Koordinator Michael Krahl, Fachbereichsleiter Straßenbau. Er schaut zufrieden auf die Aktion. "Das Einzelfeedback war positiv, das Auto blieb öfter mal stehen."

"Genau das sei unsere Zielrichtung", betont Krahl. "Eben der Gedanke, das Auto einfach mal stehenzulassen und ganz selbstverständlich stattdessen mit dem Rad zu fahren. Denn, und das kam ebenfalls auch in einigen Rückmeldungen zur Sprache, die Wege in Heiligenhaus sind kurz und machbar." Das beste Kompliment für seine Arbeit, der Umbau zur fahrradfreundlichen Hauptstraße, sei, dass dort immer mehr Radfahrer zu sehen sind. "Als wir die neuen Fahrradständer auf der Hauptstraße aufgestellt haben, da war die Plastikverpackung noch nicht weg, da waren schon die ersten Räder dran." Mit einer bundesweiten Aktion wie dem Stadtradeln kann man genau das in den Köpfen verankern. Das sei für Krahl selbst viel wichtiger als die Kilogrammzahl des eingesparten CO2. "Wenn die Leute sagen, sie lassen das Auto öfter stehen und man sieht, dass immer mehr Menschen, die zur Verfügung gestellte Infrastruktur nutzen, dann ist das für mich greifbarer als die bloße Zahl."

Bereits im Vorfeld der Aktion machte der ehrenamtliche Fahrradbeauftragte Andreas Piorek Werbung für die Aktion, zum Beispiel in den Schulen. Die Realschule und die Gesamtschule waren mit Teams dabei. Ganz besonders freut sich Krahl über das Team der Gesamtschule, bei dem 16 Teilnehmer 2.400 Kilometer auf dem Rad zurückgelegt haben. "Die Eingabe über das Smartphone oder den PC ist dabei ganz einfach. Es zählt jeder Weg, den man fährt, nicht nur der zur Schule oder zur Arbeit." Die Stadt fahrradfreundlich zu machen, steht auf den Fahnen der Stadtverwaltung. Enge Zusammenarbeit mit dem ADFC und Befahrungen gehören dazu. Der Heiligenhauser ADFC ist übrigens in diesem Jahr 20 Jahre alt geworden, doch viel zu tun gebe es in der Stadt immer noch, so der Vorsitzende Lothar Nuthmann. Er wünscht sich für die Stadt eine Mitgliedschaft in der AGFS, der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW. Fahrradfreundlichkeit gehe nicht von heute auf morgen, sondern Schritt für Schritt, so Krahl. "Öfter den Wagen stehenlassen, mit dem Rad zum Bäcker fahren", rät er schlicht. Informationen auf www.stadtradeln.de.

Quelle: RP
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