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Ratingen
Wirbel um Beyers dritte Kandidatur

Ratingen: Wirbel um Beyers dritte Kandidatur
Peter Beyer in Berlin: Der 45-jährige Jurist strebt seine dritte Mandatszeit im Bundestag an. FOTO: Deutscher Bundestag
Ratingen. Die Personalie war keine Formsache: Der Jurist soll wieder in den Bundestag einziehen. Heute tagt der CDU-Vorstand. Von Norbert Kleeberg

Die Ruhe bei der CDU war trügerisch. Denn hinter den Kulissen gab es viel Wirbel um eine mögliche Personal-Rochade, die letztlich auch Folgen für Peter Beyer gehabt hätte. Wie gesagt: hätte. Mittlerweile soll in den Führungszirkeln der Christdemokraten wieder Normalität eingekehrt sein.

Heute tagen die Spitzengremien des Ratinger Stadtverbandes, um die Personalie Beyer zu beschließen: Der 45-jährige Jurist soll zum dritten Mal in den Bundestag einziehen. Die zu Beyers Wahlkreis gehörenden Stadtverbände in Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath haben sich bereits klar für eine erneute Kandidatur ausgesprochen. Und auch der Vorstand des mächtigen Ratinger CDU-Ortsverbandes Mitte hat einstimmig für Beyer votiert. Ortsverbandschef Wolfgang Diedrich betonte: "Peter Beyer hat neben seiner Tätigkeit im Auswärtigen Ausschuss und im Verteidigungsausschuss immer auch ein offenes Ohr für Sorgen, Nöte und Anliegen der Bürgerschaft in seinem Wahlkreis gehabt."

Wilhelm Droste (links) verlässt den Landtag nach 22 Jahren. FOTO: privat, Janicki

Das klingt nach einem bewusst gesetzten Plädoyer. Aber warum ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt? Die CDU will die Personaldiskussion mit Blick auf ihr Führungspersonal schnellstmöglich beenden. Eine Schlüsselfigur ist Wilhelm Droste, der in der vergangenen Woche verkündet hat, dass er nach 22 Jahren nicht mehr für den Landtag kandidieren wird. Dass Jan Heinisch, der Bürgermeister aus Heiligenhaus und CDU-Landesvize, eine neue politische Herausforderung sucht, gilt als offenes Geheimnis. Beyer wiederum hatte Personalprobleme in seinem Büro-Umfeld - was sich natürlich schnell auch in Ratingen herumgesprochen hat. Intern, so erfuhr die RP, schloss man zeitweise sogar nicht aus, Heinisch für ein Mandat im Bundestag zu empfehlen. Doch nun soll Heinisch Drostes Platz im Landtag bekommen. Und Beyer soll weiter in Berlin bleiben.

Zwangsläufige Frage: Was wird aus der Bürgermeisterstelle in Heiligenhaus? Und auch die Stelle des Ratinger CDU-Chefpostens ist nach dem jähen Abgang von Melanie Meyer noch unbesetzt. Offenbar haben die Führungszirkel für diese Position noch keinen geeigneten Kandidaten gefunden.

Jan Heinisch, Bürgermeister aus Heiligenhaus, will in den Landtag. FOTO: Janicki Dietrich

Diverse Namen kursieren, doch man hält sich bedeckt. Die Suche gestaltet sich schwierig. Meyer habe zwar neuen Schwung in die Partei gebracht, doch ihr plötzlicher Abgang habe einige Mitglieder sehr verärgert.

Die offizielle Aufstellung der Kandidatur von Beyer ist für den 7. Oktober im Immanuel-Kant-Gymnasium in Heiligenhaus terminiert. Beyer, der in Hösel wohnt, hat auf der Vorstandssitzung des Ratinger Ortsverbandes Mitte (größter Ortsverband im CDU-Kreisverband Mettmann) die Bereitschaft zu einem Weitermachen in Berlin erklärt.

Quelle: RP
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