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Heiligenhaus
Wo es Bücher zum kleinen Preis gibt

Heiligenhaus: Wo es Bücher zum kleinen Preis gibt
Der Arbeitskreis Kultur stellte gestern in der neuen Kinderbücherei auf dem roten Sofa die neue Zusammenarbeit vor: Büchereileiterin Andrea Einig, Ruth Ortlinghaus und Marcus Sarnoch vom Förderverein Bücherei (v.l.). FOTO: Achim Blazy
Heiligenhaus. Die Stadtbücherei und ihr Förderverein sowie der Stadtmarketing-Arbeitskreis "Kultur und Gesellschaft" wollen in Zukunft enger zusammen arbeiten. Ihr gemeinsames Ziel: Gelder sammeln für die Leseförderung. Von Henry Kreilmann

Das rote Sofa steht zwischen den vielen Kinderbüchern im Untergeschoss der Stadtbücherei. Eine prägnante und nicht zuletzt ziemlich bequeme Sitzgelegenheit hat ihren Weg in die neuen Räume im Alice-Thormählen-Bildungshaus gefunden, und nicht zuletzt könne man hier ganz prima Ideen finden und besprechen, findet Ruth Ortlinghaus.

Die Sprecherin des Stadtmarketing-Arbeitskreises "Kultur und Gesellschaft" sitzt mit Büchereichefin Andrea Einig und Marcus Sarnoch aus dem Fördervereinsvorstand nun auf eben jenem Sofa und erzählt von der Zusammenarbeit, die sie nun intensivieren wollen, allen voran bei den Bücherflohmärkten.

Für Mittwoch, 18. Oktober, 10 bis 14 Uhr, lädt der Förderverein im Mehrzweckraum sowie dem Foyer des Alice-Thormählen-Bildungshauses zum Bücherflohmarkt ein. Der Schwerpunkt liegt hier eher auf aktuellerer Literatur, der Erlös fließt in Medien-Neuanschaffungen. "Etwa 30 bis 40 Bücherkisten stehen in einer Garage schon parat, weitere Bücherspenden dafür nehmen wir am Samstag, 14. Oktober, 10 bis 12 Uhr, auf dem Hof der Stadtwerke an der Abtskücher Straße entgegen", sagt Marcus Sarnoch.

Nicht verkaufte Bücher des Fördervereins gehen übrigens an das Stadtmarketing, das lädt bereits eine Woche vorher, am Samstag, 7. Oktober( 11 bis 16 Uhr) und Sonntag, 8. Oktober (11 bis 17 Uhr) zum Bücherflohmarkt auf den Hof der Spedition Eischeid (Eingang am Panoramaradweg an der Waschstraße), der Schwerpunkt liegt hier eher auf Sachbüchern, antiquarischen und rar gewordenen Medien. "Unser Lager mit etwa 20.000 Büchern ist randvoll, da müssen dringend Bücher raus", sagt Stadtmarketing-Koordinator André Saar. Die Erlöse fließen hier wieder in Aktivitäten des Stadtmarketings, wie jüngst etwa die Musical-Veranstaltung im Thormählen-Generationen-Park, die sehr gut besucht war. "Bühnentechnik, Sicherheit, das kostet alles", sagen die Organisatoren, die auch für das nächste Jahr die Filmschauplätze wieder beantragt haben. "Am 1. Oktober 1983 wurde der Förderverein der 1908 eröffneten Stadtbücherei gegründet, damals fand auch der erste Bücherflohmarkt statt", erinnert sich Ortlinghaus, die damals noch beruflich in der Stadtbücherei gearbeitet hat. "Schon 1990 hatte der Förderverein durch die Bücherflohmärkte rund 50.000 Euro zusammen getragen. Geld, das natürlich wieder in die Bücherei floss." Bis heute hat sich daran wenig geändert. Die Freunde der Stadtbücherei greifen dabei an allen Ecken unter den Arm. "So werden jetzt Tabletts angeschafft, die auch die virtuelle Nutzung der Büchereiangebote unterstützen", verkündet Einig. Ohne den Förderverein sähe es aber auch in den Regalen wesentlich leerer aus, sagt die Leiterin und erzählt, dass 95 Prozent der Ausleihen immer noch haptische Medien seien, also Bücher, CDs und DVDs. Dazu kommen sehr gut besuchte Lesungen für Kinder, die ebenfalls vom Förderverein bezahlt werden. Leseförderung, so Ortlinghaus, sei immer auch ein sozialer Aspekt, "ganze Familien ziehen bei uns mit großen Bücherstapeln von dannen. "Es ist toll, dass die Vernetzung vor Ort so gut klappt, denn die beiden Bücherflohmärkte sind auch keine Konkurrenz, sondern ergänzen sich einfach sehr gut."

Quelle: RP
 
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