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Ratingen
Wo Folkmusik die Generationen verbindet

Ratingen: Wo Folkmusik die Generationen verbindet
Die Ratinger Nachwuchsband "Friday and the Fool" mit Sängerin Svenja Kupschus eröffnete das Folkerdey-Festival im Erholungspark Vokardey. FOTO: Achim Blazy
Ratingen. Das Musik-Festival Folkerdey begeisterte bereits zum achten Mal am Eisenzeitlichen Gehöft. Mehrere hundert Besucher waren dabei. Von Wolfgang Schneider

west Manchmal sind es die spontanen Ideen, die gut sind und sich zu etwas Großem entwickeln. Das ist auch beim Musikfestival Folkerdey so: "Thomas Gurke und ich haben damals hier am Eisenzeitlichen Gehöft bei einer Ritterweihe irische Musik gespielt. Das war eine so tolle Atmosphäre", erzählt Alexander Otto, der mit seinem alten Schulfreund Gurke die Veranstaltung nun zum achten Mal organisiert hat: "Das geht aber auch nur, weil wir für unsere Idee mit Johannes Maas vom Lux und dem Manege-Team um Jochen Celler ganz tolle Unterstützer gefunden haben, die sofort begeistert waren."

Insgesamt 50 Musiker verschiedenster Bands aus Ratingen und der Region standen bis Mitternacht auf der Bühne - begeistert gefeiert von einem Publikum, das sich aus allen Altersstufen zusammensetzte: "Das ist das Schöne hier. Diese Musik ist nicht nur etwas für eine Generation, sie verbindet", freut sich Otto über den Zuspruch und hat dabei etwas Interessantes beobachtet: "Wer einmal hier war, der kommt immer wieder und bringt neue Leute mit." Dabei war auch ein bisschen Glück dabei, dass das Folkerdey-Festival in diesem Jahr überhaupt stattfinden konnte. Denn eigentlich war alles für den Juni geplant gewesen.

Doch Pfingststurm Ela und die daraus resultierende Sperrung des Erholungsparks Volkardey ließen den Organisatoren keine andere Wahl: Die Absage war unumgänglich. "Aber uns war sofort klar, dass wir das Festival dann später nachholen würden. Ausfallen lassen war nur ganz kurz ein Thema bei uns", erinnert sich Otto an die Tage nach Ela.

Und dieser mutige Entschluss wurde belohnt. Zwar kamen nicht die über 1000 Besucher, die bei gutem Wetter in den vergangenen Jahren den Weg zum Eisenzeitlichen Gehöft gefunden hatten, aber mehrere hundert waren es letztlich schon. Und die erlebten musikalisch eine ganze Menge.

Der frühe Nachmittag gehörte traditionell der Jugend. Die Newcomer "Friday and the Fool" aus der Dumeklemmerstadt eröffneten das Festival, gefolgt von den Tänzerinnen Las Salaitas, dem Singer-Songwriter Alexander Seidl. Anschließend standen mit der Samba Marching Band und der Young Drumline Formationen der Musikschule Moers in West auf der Bühne.

Dem Ort des Festivals angemessen sorgte dann die Gruppe "Streuner" für den ersten Höhepunkt. Seit über 15 Jahren prägen sie die Musik der Mittelalterszene wie kaum eine andere Band. Mehr aus der Gegenwart gab es später mit dem Australier Jaimi Faulkner oder der Band "SkAld", die ganz verschiedene europäische traditionelle Musik zu einem faszinierenden Bühnensound verschmelzen ließ.

Und natürlich ließen es sich auch Gurke und Otto nicht nehmen, selbst die Bühne zu erklimmen, diesmal mit ihrer Band "Drowsy Maggie". Den fulminanten Abschluss bildete das "Royal Street Orchestra". Zehn Musiker boten eine tolle Mischung aus Balkan und Orient. Spätestens da, als die Dunkelheit schon Besitz vom Erholungspark ergriffen hatte, gab es unter den Zuschauern kein Halten mehr.

Quelle: RP
 
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