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Kreis Mettmann
Yvonne van der Acht bringt ein Stück Alchemie nach Hilden

Kreis Mettmann: Yvonne van der Acht bringt ein Stück Alchemie nach Hilden
"Die Hüter des Siebensterns", so hat Yvonne van der Acht ihre Ausstellung im Kunstraum des Gewerbeparks Süd genannt. FOTO: O. Staschik
Kreis Mettmann. Der Kunstraum im Gewerbepark Süd ist ein Ort für Mut, für Mutige, fürs Mutmachen und Mut haben. Letzteres treibt Monika Doerr, Leiterin des Kulturamtes. "Die Hüter des Siebensterns" heißt die dort bis zum 22. November zu sehende Wort-Bild-Marke der Künstlerin Yvonne van Acht.

Sie verbindet eine mystische Roman-Trilogie über die Selbstfindung des Helden mit großen Zeichnungen, teilweise auf den Original-Seiten des Romans. Zur Eröffnung las die zeichnende Schriftstellerin (oder schreibende Zeichnerin) aus dem ersten der drei Romanbände lesen, während gleichzeitig die Bilder aus dem Roman den Blick und die Gedanken gefangen nahmen. Schon die Vernissage sollte Balsam für all jene sein, denen es in der heutigen Welt zu rational, zu kühl, zu berechnend zugeht.

Denn mit "Die Hüter des Siebensterns" taucht Yvonne van Acht tief ein in die Legenden um Tempelritter und Druiden, um die Geheimnisse der Alchemie und die der Menschwerdung. Darauf muss man sich schon einlassen wollen, um die Ausstellung zu genießen. Spannend ist es, klar. Das Gesamtkunstwerk aus Roman-Trilogie und Zeichnungen hat den Anspruch der Sinn-Stiftung hinter all dem, was uns täglich auf Trab hält, verwirrt und umtreibt.

Das Buch erzählt von einem Helden, Jonas Singer, 16 Jahre alt. Er bekommt die Aufzeichnungen seiner verstorbenen Mutter, die ihn zu dem Geheimbund "Die Hüter des Siebensterns" führen. Und schon ist er drin - im Reich der Seelen, der "Anders-Welt", den vielen Mysterien. Schritt für Schritt erkennt Jonas, dass er eine alte Seele ist, die wiedergeboren wurde, um eine besondere Aufgabe zu lösen: "Du musst ganz durch dich selbst hindurchgehen, wenn du verstehen willst, wer du bist und was du wirklich tun willst." Dazu gibt es eine Auswahl von 44 der insgesamt 260 Zeichnungen, die Yvonne van Acht zu den Themen der Trilogie angefertigt hat. "Eine Zeichnung verbirgt nichts. Sie ist einfach ehrlich", sagt die Künstlerin, die gerade mit dem Lektor um die Sätze des zweiten Romans ringt.

Zum Start sollte ihr der Kunsthistoriker Frank Schablewski zur Seite stehen. Sein perlender Vortrag ist eine eigene Kunstform, die manchmal nicht mehr erklärt, sondern sich zwischen die Gäste und die Künstlerin schiebt.

(dne)
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