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Heiligenhaus
Zu Gast bei der Stadtranderholung

Heiligenhaus. So gehen schöne Ferien: 80 Kinder pro Woche, 18 Betreuer und drei Küchenkräfte haben gemeinsam Spaß. Von Sandra Kreilmann

Sie gehört einfach zur Stadtranderholung wie die Tatsache, dass Ferien sind: Die Wasserschlacht ist und bleibt eines der Highlights der Ferienaktion in der Unterilp. Die vergangene Ferienwoche als heißeste Woche des Jahres musste dementsprechend natürlich mit einer dieser epischen Schlachten gekrönt werden. Das ist wirklich was Neues: "So heiß war es noch nie, zumindest nicht so viele Tage am Stück", sagt Thomas Dichiser, Leiter der Stadtranderholung. Zwischen Projektwochen, spannenden Aktionen wie Gruselkeller, Fahrradtouren und Freispielphasen ist es dabei trotzdem der Schatten, den die Kinder und die Betreuer suchen. Es ist Freispiel-Phase und Yvonne und ihre Freundinnen zum Beispiel haben sich auf die schattige Wiese hinter das Gebäude verzogen. Während auf der Picknick-Decke bunte Armbänder und Ketten geflochten werden, wird daneben eine "Operation" nachgespielt, "alles Theater", verraten die Mädchen, die die Stricknadeln als Skalpell benutzen. Ein paar Schritte weiter, natürlich auch im Schatten, wird Tischtennis gespielt, während noch ein paar Ecken weiter, kleine und große Heiligenhauser die Ruhe in dieser Pause genießen.

Die ersten drei Wochen sind bereits so gut wie ausgebucht, viele Kinder sind schon zum wiederholten Male dabei. Ebenso wie die Betreuer. "Eine Betreuerin feiert in diesem Jahr sogar ihr zehnjähriges Jubiläum", freut sich Dichiser. Das spricht für die Arbeit, die vor sieben Jahre aus der Hand der Stadt zur Club-Aufgabe wurde. Und der Organisationsaufwand ist hoch. "Die Kinder sehen natürlich nur das Produkt, und das ist gut so. Wir beginnen mit der Vorbereitung im Endeffekt schon nach der Stadtranderholung." Nach dem Spiel ist also vor dem Spiel. Kooperationen wie mit dem Segelclub am Baldeneysee, Heiligenhauser Sportvereinen wie den Sportkeglern, und der SSVg und dem Postsportverein, aber auch mit dem DRK, die ein Tagesseminar anbieten, und ADFC, ergänzen das Angebot der Betreuer, die sich selbst zum Teil in pädagogischen Ausbildungen befinden. Auch die Parteien schauen gerne vorbei und helfen auch mal, wenn es an Material fehlt.

Und auch wenn die Wasserschlacht natürlich verlockt, es gibt noch viel anderes zu tun, hier in der ehemaligen Grundschule Unterilp, in die bald die Grundschule Regenbogen einziehen wird. "Es gab schon erste Signale, dass wir mit der Stadtranderholung auch in den nächsten Jahren weiterhin hier weiter machen können. Das hat früher in der Grundschule Isenbügel ja auch funktioniert", sagt Dichiser. In den Räumen an der Moselstraße fühlt man sich wohl. Es gibt Bolzplatz, Sporthalle und die Räume sind nah am Wald und Panorama-Radweg gelegen.

Quelle: RP
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