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Heiligenhaus
Zuhörer bekommen Jazziges im Doppelpack

Heiligenhaus: Zuhörer bekommen Jazziges im Doppelpack
23 Musiker stark ist die Combo des Kant-Gymnasiums unter Leitung von Musiklehrer Ralf Koppel. FOTO: A. Blazy
Heiligenhaus. Großer Auftritt für die Swing-Combo des Kant-Gymnasiums. Sie spielte als Vorgruppe des Bundeswehr-Ausbildungsmusikkorps. Von Henry Kreilmann

Die letzten Minuten vor dem Auftritt sind die schlimmsten. Bevor es hinaus geht, hinein ins Rampenlicht, muss jeder selbst mit seinem Lampenfieber fertig werden. Doch an diesem Freitagabend zahlen sich die vielen Stunden Proben für die Gymnasiasten, die in der Big Band des Immanuel-Kant-Gymnasiums spielen aus: Sie stehen auf der größten Bühne der Stadt und machen mit Stevie Wonders "Superstition" den Auftakt für einen Abend voller Swing - und schon weicht die Nervosität und macht Platz für diese bestimmte Mischung aus Vergnügen und Konzentration, wie sie eben nur Musiker kennen.

Die 23 Musiker wurden dabei von den Sängerinnen Claudia und Paula unterstützt. Zum zweiten Mal eröffnet die Combo unter Leitung von Musiklehrer Ralf Koppel einen swingenden Abend, den die Musikstudenten des Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr anschließend weiterführen. Die uniformierten Musiker sind dabei schon zum fünften Mal in der Kant-Aula. "Die voll besetzten Stühle machen deutlich, dass sich rumgesprochen hat, dass es hier keine Marschmusik zu hören gibt, sondern Musik mit Swing", freut sich Ex-Lions-Präsident Christoph Kaiser. Organisiert wird der Abend von dessen Vorgänger Michael Balka, der im letzten Jahr auch die Idee hatte, den Nachwuchs des Gymnasiums "einzuspannen", eine gute Entscheidung. Denn auch an diesem Freitag spielte der mit den vergleichsweise "Alten Hasen" der Bundeswehr gemeinsam ein Medley aus dem "Blues Brothers"-Film. Das dürfte auch dem Leiter des Ausbildungskorps, Oberstabsfeldwebel Michael Gilcher, Hoffnung machen, er bedauert: "Uns fehlt der Nachwuchs. Städte sparen immer mehr an den Musikschulen, so dass sich immer weniger Eltern den Instrumentalunterricht für ihre Kinder leisten können."

Am Freitagabend hatte die 25-köpfige Truppe dabei ein spannendes Programm im Gepäck und bewies, dass die Musiker gleich vielseitig einsetzbar sind: Feldwebel Juliane Stockinger, eigentlich Klarinettistin, sang den Klassiker "Sunny side of the street". Auch Oberstabsfeldwebel Michael Setzkorn, ebenfalls Klarinettist, zeigte mit "Love matters the most" auch am Saxofon, was er kann. Am Saxofon zuhause ist Fabio Siegemund, der gemeinsam mit seiner jüngeren Schwester Maike in dem Ensemble spielt. Den Raum für Soli, und den Beweis für das hohe Talent, bekam an diesem Abend jeder der Musiker. Der Erlös des Abends geht wieder an die Jugendfeuerwehren. Und da es immer mehr Fans gibt, steht auch schon der Termin fürs nächste Jahr, wie Orchesterchef Gilcher verrät: "Am Freitag, 1. Juni 2018 sind wir wieder hier."

Quelle: RP
 
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