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Ratingen
Zweite Chance für den Film "Nächster Halt Ratingen"

Ratingen. Dicht an dicht standen und saßen die Besucher bei der Premiere des Flüchtlingsfilms "Nächster Halt: Ratingen" im Jugendzentrum Lux vor zwei Wochen. Ein Projektkursus der Martin-Luther-King-Schule hatte in fast zwölfmonatiger Arbeit mit Hilfe der Ratinale-Experten aus dem Lux bedrückende Bilder zusammengestellt. Die Jugendlichen zeigen, wie die Welt der Flüchtlinge in Ratingen aussieht. Wer beim ersten Mal keine Gelegenheit dazu hatte, kann dies am morgigen Mittwoch, 9. September, um 18 Uhr im Lux an der Turmstraße nachholen.

Wer den Film gesehen hat, den dürfte er so schnell nicht los lassen. Alleine der Einstieg in das Thema trifft den Zuschauer mit einer Wucht, die zwar verstörend, aber dem Thema völlig angemessen ist. Aber auch später, wenn die Bilder ruhiger werden, bleibt ein Kloß im Hals. Völlig zurecht hatten die jungen Filmemacher der Gesamtschule nach der Premiere langen Applaus und sehr viel Lob bekommen. Bürgermeister Klaus Pesch kündigte sogar an, den Film vor der nächsten Ratssitzung den Kommunalpolitikern zu zeigen.

Bei denen hatte es übrigens einige Unstimmigkeiten gegeben, denn als Gesprächspartner kommen in kurzen Interviews lediglich FDP-Fraktionschefin Hannelore Hanning und SPD-Chef Christian Wiglow zu Wort. Das war vor allem der Bürger Union etwas sauer aufgestoßen. Deren Fraktionschef Alexander von der Groeben hatte daraufhin eine mehrseitige Presseerklärung verschickt, in der er aufzeigte, wie sehr sich Mitglieder der Bürger Union für die Flüchtlinge einsetzen. Dabei hatte die Nicht-Berücksichtigung eines BU-Vertreters ganz praktische Gründe: Es war im terminlich vollen Politiker-Kalender kein Termin zu finden, der sich mit den zeitlichen Möglichkeiten der Jugendlichen deckte.

(wol)
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