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Remscheid
20 Künstler aus aller Welt kreieren aus Papier Bilder und Objekte

Remscheid. Die Kulturwerkstatt "Ins Blaue" eröffnete mit "Global Art Paper 2" ihre erste internationale Kunstausstellung in Honsberg. 20 Künstler aus der ganzen Welt haben daran mitgewirkt und Kunstwerke rund um das Thema und Material Papier kreiert. Noch bis zum 13. November bleibt die Ausstellung für Besucher an der Siemensstraße 21 geöffnet. Von Cristina Segovia-Buendía

Das alte Haus hatte sich bereits im vergangenen Monat in eine begehbare Bühne verwandelt. Zur Nacht der Kultur wurde aus dem ehemaligen Arbeiterhaus eine abenteuerliche Galerie, als die Türen zur Vernissage geöffnet wurden: Auf zwei Etagen und in insgesamt sechs Räumen stellen internationale Künstler 60 verschiedene Werke aus, die einen Besuch wert sind.

Papier ist das erste Material eines Künstlers für seine ersten Zeichnungen und Entwürfe. Doch für die "Global Art Paper 2" ist der Werkstoff selbst zum Kunstobjekt geworden: Als Maluntergrund, als Teil einer Collage oder gemischt mit Kleister als Pappmaschee für Skulpturen. Jeder Künstler hat sich auf andere Art mit dem Thema auseinandergesetzt.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten: Dem Betrachter mögen die Werke mehr oder weniger gefallen, doch sie alle erzählen eine Geschichte, die in Verbindung mit der Vita der Künstler steht. Viele von ihnen mussten vor vielen Jahren aus ihrer Heimat fliehen. Sie erzählen in ihren Bildern von ihren Ängsten und Dämonen. Andere setzen sich kritisch mit der Gesellschaft auseinander, zeigen schöne und hässliche Seiten der Menschheit, bearbeiten Träume und Wünsche oder Fiktion. Die Inhalte der Werke sind ebenso vielfältig wie die internationalen Künstler selbst. So grundverschieden sind sie, dass als einzig gemeinsamer Nenner nur das Papier bleibt.

Maler und Fotograf Helmut Warnke aus Gelsenkirchen hat den Kontakt zu den Künstlern rund um den Globus aufgebaut und sich ihre Werke schicken lassen. In seiner Heimatstadt fand die erste Global Art Paper-Ausstellung statt. "In Honsberg passt diese Ausstellung gut, weil auch hier viele Menschen aus unterschiedlichen Ländern wohnen", erklärte Künstlerin Katja Wickert aus Wülfrath, die der Kulturwerkstatt angehört. In der Siemensstraße 21 hat sie seit gut einem Jahr ihr eigenes Atelier. Das Künstlerkollektiv, das sich eine Nische im Stadtteil sucht, sagt Wickert, wurde von den Bewohnern sehr gut aufgenommen. "Ich finde Honsberg sehr schön und verstehe eigentlich nicht, warum es schwer sein soll, Leute hier herzukriegen."

Mit ihren Kollegen will sie den Stadtteil durch Kunst und Kultur aufwerten. Ihr Engagement trägt bereits die ersten Früchte: "Künstler aus den Großstädten, die uns besuchen, überlegen auch schon herzukommen, weil es ihnen auf dem Honsberg so gefällt."

Quelle: RP
 
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