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Remscheid
220.000 Euro für Schulsozialarbeit

Remscheid. Einstimmigkeit im Jugendhilfeausschuss. Neues Konzept wird erarbeitet. Von Christian Peiseler

Wenn der Rat dem Antrag des Jugendhilfeausschusses zur Schulsozialarbeit zustimmt, muss Kämmerer Sven Wiertz 220.000 Euro bereitstellen, um die Personalkosten ein weiteres Jahr aus der Stadtkasse zu bezahlen. Das Geld ist bisher nicht im Haushalt hinterlegt. Der Verwaltungsvorstand hat sich gegen die Übernahme der Kosten ausgesprochen. Es geht dabei um fünf Mitarbeiterinnen, die in der Kraftstation und bei der "Verlässlichen Grundschule" arbeiten.

Die Felder der Schulsozialarbeit lassen sich in drei Bereiche unterteilen: die Arbeit der festangestellten Sozialarbeiter an Schulen, die Sozialarbeit, die den Übergang von Schule und Beruf begleitet, und die zeitlich befristete Unterstützung von Familien bei den Anträgen für Gelder aus dem Bundesteilhabepaket (BuT). Kindern soll durch das BuT ermöglicht werden, in Sportvereine gehen zu können, ein Instrument zu lernen oder auch Nachhilfeunterricht zu erhalten. Dahinter steckt die Grundidee, dass die soziale Herkunft nicht allein über die Zukunft der Kinder entscheiden soll.

Die Zahl der Kinder, die Unterstützung brauchen, um in ihrer Lebensphase gut zurechtzukommen, ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Das ist jedenfalls der Eindruck von Diana Mucha, die die schulbezogene Jugendsozialarbeit (Kompazz) leitet. Die Schulsozialarbeiter beraten die Eltern nicht nur, wie sie Leistungen aus dem Bundesteilhabegesetz beziehen können. Durch das Angebot von Teamtraining unterstützen sie Kinder, die schnell in Außenseiterpositionen rutschen, sich in der Schule wieder wohlzufühlen. Schulsozialarbeit ist eine Aufgabe, die vom Land und vom Bund finanziert wird. Sozialdezernent Neuhaus vertrat die Position, dass die Kommune nicht für andere in die Bresche springen müsse. Der Bund hat sich vor drei Jahren aus der Finanzierung zurückgezogen. 1,1 Millionen Euro an BuT-Mitteln werden in Remscheid abgerufen. Knapp 600.000 Euro müssen für den Personalaufwand ausgegeben werden. Wie die Finanzierung und Ausgestaltung der Schulsozialarbeit der Stadt nach 2018 aussehen soll, darüber berät im Sommer eine Arbeitsgruppe.

Quelle: RP
 
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