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Remscheid
24 Ehrenamtliche betreuten Walter-Arns-Ausstellung

Remscheid. Sichtlich bewegt erinnerte sich der Architekt Walter Arns bei der Finissage der Ausstellung zu seinem Lebenswerk an die Tage, als er nach dem Krieg in seine Heimatstadt zurückkehrte. "Rechts und links der Straße - nichts als Trümmer", entsann er sich mit tränenerstickter Stimme. Am Aufbau Remscheids hat der Architekt entscheidend mit seinen Ideen von Wohnen und Arbeiten mitgewirkt. Davon konnten sich die Besucher der Präsentation "Walter Arns - Bauen für Remscheid" im Teo Otto Theater überzeugen. "Man baut Häuser, um dem einen Rahmen zu geben, was darin geschieht", zeigte sich der erfolgreiche Baumeister überzeugt, dass Bauen nicht nur ästhetischen Ansprüchen genügen, sondern auch seinen Zweck erfüllen muss. 19 Projekte aus sechs Jahrzehnten der Planungstätigkeit Walter Arns` wurden bei der vom Verein Pro Arte organisierten Ausstellung gezeigt. Darunter der Sparkassenbau in der Alleestraße, das glasüberdachte Allee-Center und die Siedlung Hasenberg in Lennep. "Diese Ansichten machen deutlich, wie sehr Walter Arns das bauliche Gesicht dieser Stadt geprägt hat", sagte Kulturdezernent Christian Henkelmann. Von Stefanie Bona

Pro Arte-Vorsitzender Reinhard Jammers ist froh, dass er 24 Ehrenamtler gewinnen konnte, die durch ihr Engagement zusätzliche Öffnungszeiten ermöglicht haben, was für zusätzliche Resonanz gesorgt habe. "Es ist eine wunderbare Erfahrung, dass es in dieser Stadt Menschen gibt, die sich bereitwillig für Kunst und Kultur einsetzen", hob er hervor. Für das Theaterteam dankte er namentlich Lutz Heinrichs und Torsten Loers und hob ausdrücklich auch Architekt Thomas Arns hervor, der die Ausstellung zu Ehren seines Vaters konzipiert und einen wunderbaren Katalog dazu gestaltet hatte.

Dass das ehemalige Theater-Raucherfoyer aus Sicht des Vereins kein Ersatz für die aus Sparzwängen geschlossene städtische Galerie in der Scharffstraße sein könne, machte Jammers aber ebenso deutlich. "Ich bin gespannt, ob wir in Remscheid irgendwann wieder einen Ort haben werden, an dem solch eine gute Ausstellung vorzeigbar präsentiert werden kann."

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz stellte in Aussicht, dass an diesem Ziel gearbeitet werde. "Es gibt zu diesem Überlegungen zwar noch kein Ergebnis, aber immerhin eine Vorstellung davon, was unter haushaltspolitischen Gesichtspunkten machbar wäre, um in der Innenstadt wieder zeitgenössische Kunst zu zeigen", sagte der OB.

Quelle: RP
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