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Remscheid
25 Jahre Remscheider Dart-Liga - Fest mit Turnier und Livemusik

Remscheid. In 20 Kneipen der Stadt spielen die Remscheider Pfeilsportler in vier Ligen ihre Meister aus. Der älteste Spieler ist 88 und war bei der Gründung dabei. Von Bernd Geisler

Am Wochenende feierte die Remscheider Dartliga ihr 25-jähriges Bestehen. Bereits ab 13 Uhr postierten sich die Spieler im "Bowl Inn" in der Haddenbacher Straße vor den Dartscheiben: 50 Mannschaften mit insgesamt 370 Spielern kämpften um den internen Pokal.

Kein Wunder, dass es schwer war, im "Bowl Inn" und davor am Würstchen- und Bierstand einen Fuß auf die Erde zu bekommen. Gegen 15:30 Uhr blieben noch zwei Teams übrig: Dartclub (Dc) Wolfpac und Dc German Flyers.

Anderthalb Stunden später steht der Gewinner fest: Dc Wolfpac schlug Dc German Flyers nach zwölf Sätzen mit 6:0 Punkten. Sascha Wichert, Teamcaptain des Dc Wolfpac und zweiter Vorsitzender der Dartliga, freut sich sichtlich. Er ist seit 24 Jahren begeisterter Dartspieler. "Der Kampf war natürlich nicht körperlich anstrengend", sagt er. Aber die andauernde Konzentration und das Bestreben, nicht dem Team den Sieg zu verderben, fordere seine Tribute: "Man fühlt sich danach irgendwie ausgelaugt". Aber dafür schmeckte natürlich das Bier anschließend besonders gut.

Der erste Vorsitzende, Rüdiger Lesnick, führt nicht ohne Stolz durch das "Bowl Inn". Es ist brechend voll, überall Menschentrauben vor und neben den Zielscheiben-Automaten sowie an der Theke und an den Biertischen. "Dart ist ein Kneipensport", sagt Lesnick. Aber es gehe nicht darum, Bier zu trinken und ein paar Pfeile zu werfen. Wenngleich die Gastwirte natürlich das Dartspiel unterstützten.

Die Mitglieder der Remscher Dartliga betreiben ihren Sport mit Ernst und Enthusiasmus. Sonst hätte sich die Liga sicherlich nicht 25 Jahre gehalten. Gekämpft wird in knapp 20 Kneipen in Remscheid, aufgeteilt in vier Ligen - Stadt, A, B und C. "Wir sind mittlerweile wie eine große Familie", sagt dazu der erste Vorsitzende. Mitspielen dürfe jeder ab 18 Jahren. Es gelte das Jugendschutzgesetz.

Die älteste Mitspielerin ist 88 Jahre alt. Frank Lontzek ist Gründungsmitglied der Remscheider Dartliga. Was reizt ihn an diesem Sport? "Die Geselligkeit und die Spannung während des Spieles", antwortet er spontan.

Und was braucht ein guter Pfeilspezialist? "Viel Training, gute psychische Verfassung und die Fähigkeit, sich auf den Punkt zu konzentrieren." Da darf man gespannt sein. Denn jetzt beginnt das offene Turnier. Jeder kann mitmachen.

Das Startgeld beträgt zehn Euro, hinzu kommen noch fünf Euro "Münzgeld" für den Dartautomaten. Die elektronischen Dartautomaten beherrschen die gebräuchlichsten Spielvarianten. Sie errechnen die Punktezahl der einzelnen Spieler. Gespielt wird im Turnier nach "Highscore" (die meisten Punkte gewinnen) und "501" - die geworfenen Punkte werden von 501 abgezogen. Wer als erster null Punkte erreicht, hat gewonnen.

Am Abend nach dem langem Turniertag trat die Remscheider Coverband "Fachwerk" auf.

Quelle: RP
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