| 00.00 Uhr

Remscheid
378 Portraits dokumentieren die Verbundenheit zu Remscheid

Remscheid. Der Fotograf Thomas E. Wunsch hat einen Bildband über seine Heimatstadt veröffentlicht. Menschen spielen in ihm die Hauptrolle. Von Cristina Segovia-Buendia

Ein neuer Bildband über Remscheid ist erschienen. Die "Bestandsaufnahme" von Fotograf Thomas E. Wunsch zeigt die Seestadt auf dem Berg mit 378 Porträts seiner Bürger und knapp 40 Aufnahmen von Remscheider Orten - ganz ungeschminkt, kernig und authentisch. Also echt bergisch.

Fünf Jahre lang dauerte es, von der ersten Idee bis zum fertigen Bildband. Über viele Monate hinweg machte sich der Remscheider Fotograf auf die Suche nach Menschen und Motiven, mit dem Ziel, einen besonderen Bildband seiner Heimatstadt zu kreieren. Zwischen Hinterhöfen und Panoramaaussichten rückten die Menschen immer weiter in seinen Fokus. Und so organisierte Wunsch in den vergangenen drei Jahren mehrere öffentliche Shootings an bekannten und stark frequentierten Orten.

Viele Remscheider stellten sich dem Fotografen und Künstler für sein Projekt zur Verfügung. 378, eine Hommage an Remscheids höchsten Punkt, haben es in sein Buch geschafft, Und sie alle porträtierte er mit derselben Einstellung: Frontal, vor einer schwarzen Wand, im schwarzen Oberteil. Zu sehen ist nur der Kopf in schwarz-weiß. Mit Vorname, Jahrgang und Beschäftigung versehen, schrieb jeder Porträtierte schließlich seine Gedanken zu Remscheid auf. "Es fällt auf, dass der Begriff Heimat inflationär verwendet wird", bemerkt Christiane Rahrbach, vom Bergischen Verlag, in dem der Bildband erschienen ist. "Obwohl das gar nicht von Thomas vorgegeben war. Sie sollten einfach spontan etwas zu Remscheid schreiben."

Auch der 52-jährige Andreas Zimmermann, gebürtiger Berliner, hat sich für den Bildband fotografieren lassen. Ins Bergische kam er vor einiger Zeit seiner großen Liebe wegen, doch Remscheid sieht er mittlerweile als seine Heimat an. "Die Atmosphäre beim Shooting war super und total unkompliziert. Es ist toll, sich in so einem Buch zu verewigen." Wohl fühle er sich hier, weil Remscheider genauso stur seien wie Berliner. Auch Jens Stippkugel (46) hat es in den Bildband geschafft, als Nachzügler. "Ich hatte einige Bilder im Internet gesehen und fand das Projekt ganz toll. " Von den knapp 40 Aufnahmen, die Remscheider Hinterhöfe und Landschaften zeigen will der Bergische Verlag fünf als Poster drucken lassen.

Der Bildband ist für 24,95 Euro in jeder Buchhandlung erhältlich.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Remscheid: 378 Portraits dokumentieren die Verbundenheit zu Remscheid


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.