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Remscheid
39 junge Kandidaten stellen sich vor

Remscheid: 39 junge Kandidaten stellen sich vor
Hallo Remscheid! Das sind die jungen Kandidaten für den Jugendrat der Stadt. Er wird in dieser Woche an den weiterführenden Schulen gewählt. Bei einer Party in der Gelben Villa präsentierten sich die Bewerber ihren Wählern. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. In dieser Woche wird an den Schulen der Jugendrat gewählt. Die Bewerber präsentierten sich bei einer Wahl-Party. Von Cristina Segovia-Buendía

Schüchtern, aufgeregt und kichernd saßen sich Kandidaten und Wähler beim Speed-Dating an Tischen in der Gelben Villa gegenüber. Zuvor hatten sie gemeinsam Pizza-Brötchen zubereitet, die nun ofenfrisch vor ihnen lagen. Innerhalb weniger Minuten galt es, sich beim Essen zu verschiedenen Themen, wie Schule, Hobbys oder politisches Interesse auszutauschen. Danach erklang ein Signal und die Gesprächspartner wurden getauscht.

"Das ist ganz lustig hier", sagte Besucherin Marie. "Die Stimmung ist gut, und man lernt neue Leute kennen", so die 14-Jährige. Sie war gekommen, um Freundin und Kandidatin Ela Sahinkaya (15) zu unterstützten, die sich im Jugendrat der Stadt Remscheid für musische Förderung von Kindern einsetzen will. Maries Stimme hat Ela eigentlich sicher, wobei die 14-Jährige bemerkte: "Die anderen Kandidaten sind sehr nett und haben auch gute Ideen." Scherzhaft fügte sie hinzu: "Vielleicht überlege ich mir nochmal, wen ich wähle." Selber kandidieren wollte die 14-Jährige nicht: "Dafür bin ich zu schüchtern."

Unter den Kandidaten gab es auch eine größere Gruppe von Schülern des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums. Eloquent und zielstrebig hatten sie konkrete Pläne gefasst, was sie im Falle einer Wahl als Jugendräte in der Stadt bewegen wollen: Mehr Sport und Freizeitmöglichkeiten, etwa Bolzplätze und einen Skater-Park sind ihre Ziele, aber auch für eine bessere Vernetzung ihrer Heimatstadt mit den Großstädten Köln und Düsseldorf, würden sie sich einsetzen. Gemeinsam haben alle, dass sie das Aushängeprojekt des sechsten Jugendrates, die Respekt-Aktion, fortführen und sich auch für die Integration Flüchtlingskinder engagieren wollen.

Shohsanam Shomatova (15) und Roksana Bielecka (14), die vor zweieinhalb Jahren aus Turkmenistan und Polen nach Remscheid kamen, haben sich in diesem Jahr ebenfalls für den Jugendrat beworben. Innerhalb von nur vier Monaten lernten sie die Sprache, so dass sie in eine reguläre Klasse der Hauptschule Wilhelmstraße wechseln konnten. Von ihren Lehrern und Mitschülern wurden sie aufgrund ihres Engagements als Kandidaten für den Jugendrat ausgewählt. "Wenn wir gewählt werden, wollen wir uns für die Jugendlichen einsetzen", sagte Shomatova. "Und den Ruf der Stadt verbessern", ergänzte Bielecka. Beide fühlen sich in Remscheid wohl und finden es toll, dass sie sich schon als Jugendlichen in der Stadt engagieren können.

Info Das vorläufige Wahlergebnis wird am Freitag, 11. März ab 19 Uhr in der Gelben Villa, Eberhardstraße 29, verkündet. Alle Infos: www.jugendrat-remscheid.de

Quelle: RP
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