| 00.00 Uhr

Remscheid
56 Linden sollen an Ringstraße fallen

Remscheid. Gutachter: Anstehende Sanierung der Straße wird Wurzeln beschädigen. Von Henning Röser

Eigentlich ist die Botschaft eine gute. Die Stadt will die marode Ringstraße zwischen Trecknase und Rader Straße komplett sanieren. Dabei soll eine Lärmschutzoberfläche aufgebracht werden, die die Schallemission an dieser stark belasteten Straße deutlich senken soll.

Doch dieser Schritt bedingt nun eine schlechte Botschaft. Ein Gutachter hat fest gestellt, dass 56 Linden, die auf der von der Trecknase aus gesehen linken Seite stehen, gefällt werden müssen. "Die Bäume stehen fast unmittelbar an der Straße", sagt TBR-Betriebsleiter Michael Zirngiebl. Die Linden werden also Schaden nehmen, denn die geplante Sanierung muss weitaus umfassender sein, als ursprünglich geplant. Die Ringstraße, so stellte sich bei Arbeiten der Stadtwerke für Gasleitungen heraus, hat unter der Fahrbahndecke keinen "regelkonformen" Straßenaufbau, teilweise wurden Füllungen aus der Vorkriegszeit gefunden. Heißt praktisch: Will man, dass die Lärmschutzdecke hält und funktioniert, muss man die Straße viel gründlicher sanieren als gedacht. Zusätzliche Summen wurden bereits für den Haushalt 2016 angefordert. Dass die geplanten Fällungen in Lennep für Ärger sorgen werden, damit rechnet Zirngiebl. "Das Thema hat aber nichts mit dem DOC zu tun", sagt er. "Die Straße hätten wir sowieso angepackt." Am nächsten Mittwoch, 9. Dezember, wird das Thema in der BV Lennep diskutiert. Der Baumgutachter wird anwesend sein. Bis Februar 2016 sollen die Bäume fallen, im zweiten Quartal 2016 wollen die TBR mit der Sanierung der Ringstraße beginnen. Ob Ersatzpflanzungen möglich sind, ist unwahrscheinlich, ist aber noch nicht abschließend entschieden.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Remscheid: 56 Linden sollen an Ringstraße fallen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.