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Alleestraße
Die Schirme verabschieden sich bald

Alleestraße: Die Schirme verabschieden sich bald
Die bunten Schirme der Firma Fare waren im Sommer ein echter Hingucker über der Remscheider Einkaufsmeile. FOTO: Röser/Krämer (Archiv)
Remscheid. Im November werden die Regenschirme über der Alleestraße abgehängt. Es ist langsam Zeit für die Weihnachtssterne. Von Tristan Krämer

In einem sonst eher tristen Sommer sorgten sie über der Alleestraße für einen farbenfrohen Kontrast: 360 Regenschirme, die in einer Gemeinschaftsaktion von der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Alleestraße, der Lüttringhauser Firma Fare als Hersteller hochwertiger Markenschirme, dem Berufsbildungszentrum der Industrie, der Stadt und weiteren Remscheidern Mitte Juni angebracht wurden.

Doch von der Pracht, die über der Einkaufsmeile fast schon südländisches Flair verbreitete, ist nicht mehr viel übrig. Die Schirme, die noch an den 27 Querspannungen hängen, sind ziemlich ramponiert, einige haben sich sogar gänzlich verabschiedet und sind auf die Allee gefallen.

Kein Wunder also, dass Ralf Wieber als Geschäftsführer der ISG und Mitinitiator der Aktion immer häufiger mit der Frage konfrontiert wird, wann denn die restlichen Schirme abmontiert werden. "In drei Wochen beginnen wir damit. Dann machen die Schirme den Weihnachtssternen Platz", sagt er.

Dass der einstige Blickfang mittlerweile nur noch wenig ansehnlich ist, ist auch ihm nicht verborgen geblieben. Er bittet die Remscheider trotzdem noch um ein bisschen Geduld und wirbt bei ihnen um Verständnis. "Es würde uns 2500 Euro mehr kosten, wenn wir jetzt erst die Schirme abhängen und Anfang November noch einmal ausrücken würden, um dann die Weihnachtssterne aufzuhängen", sagt Wieber.

Grundsätzlich falle sein Fazit der bunten Schirmaktion positiv aus. Über den Sommer habe ihn viel positive Resonanz erreicht. Auch deshalb kann sich Wieber vorstellen, die Alleestraße auch im kommenden Jahr zu beschirmen. "Die ersten Gespräche mit Fare haben bereits stattgefunden. Wir schauen, wie wir es machen können", sagt Wieber.

So könnten die Schirme 2018 anders angeordnet werden. "Ich stelle mir eine Art Schachbrettmuster vor. Denkbar ist auch, den Bereich am Brunnen komplett mit Schirmen zu überspannen", erklärt Wieber seine Ideen. Denen gegenüber ist Andreas Schumann aus dem Marketing der Firma Fare aufgeschlossen. Im Laufe des Sommers seien die Reaktionen der Remscheider auf das bunte Dach sehr positiv gewesen. "Das erste Jahr war eine Art Experiment, bei dem wir sehr viel lernen konnten. Mit den Erfahrungen sind wir definitiv bereit, es im nächsten Jahr wieder zu unterstützen. Vielleicht sogar mit noch mehr Schirmen", erklärt Schumann.

Das Unternehmen hatte die Aktion mit einem Regenschirmverkauf begleitet - und tut es heute noch. Fare ließ spezielle Modelle produzieren - mit dem bergischen Löwen, der sich bei Feuchtigkeit orange färbt, und dem Remscheid-Logo. Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf kommt der Lerose-Stiftung zugute. Erhältlich ist der Schirm nach wie vor - unter anderem im Schreibwarengeschäft Gottlieb Schmidt, im Barista und in der Stadtsparkasse. Er kostet 19,90 Euro.

Quelle: RP
 
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