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Remscheid
Alleestraße - hoffen auf Signal mit Strahlkraft

Remscheid: Alleestraße - hoffen auf Signal mit Strahlkraft
Ralf Wieber gibt sich optimistisch, dass es an der Alleestraße nach und nach besser wird. FOTO: Jürgen Moll.
Remscheid. In kleinen Schritten will Ralf Wieber, Vorsitzender des Marketingrates Innenstadt, für mehr Aufenthaltsqualität im Zentrum sorgen. Von Christian Peiseler

Ralf Wieber, Vorsitzender des Marketingrates Innenstadt und der Immobilien und Stadtortgesellschaft (ISG), kennt sich als Tanzlehrer mit Schrittfolgen aus. Cha-Cha-Cha oder Klammerblues gehören zu Schrittmustern, mit denen die Alleestraße über Jahre behandelt wurde. Ein Schritt vor, zwei zurück, man bewegte sich nicht von der Stelle. Der richtige Schritt für die Alleestraße wäre der Foxtrott. Da geht es voran, auch wenn es Rückschritte gibt.

Schritt für Schritt soll die Alleestraße mehr Aufenthaltsqualität entwickeln. Das begann in diesem Jahr mit der Reinigung der Zange und der Säuberung der Baumscheiben und geht weiter mit der Weihnachtsbeleuchtung. 200 Herrnhuter Sterne, 30 mehr als im vorigen Jahr, beleuchten in der Adventszeit die Allee.

Im nächsten Jahr sollen die Eingänge zur Allee neu gestaltet werden. Diese kleinen Schritte sind wichtig, aber noch nicht der Durchbruch. Vor allem nicht der Durchbruch für die Erneuerung der unteren Alleestraße. 23 Leerstände hat der Marketingrat aufgelistet. Aber Remscheid ist nicht die einzige Stadt, die mit Leerständen zu kämpfen hat. Wieber hat sich kürzlich bei einem Besuch in Wiesbaden erkundigt, welche erfolgreichen Konzepte es gibt, um mit diesen Folgen besser umgehen zu können. "Ich könnte mir vorstellen, dass an der unteren Alleestraße verschiedene Dienstleister einziehen oder auch so etwas wie ein F(l)ärladen", sagt Wieber im Gespräch mit der BM. Es ist in engem Kontakt mit einigen Besitzern der leerstehenden Läden. Er will sie überzeugen dass es doch besser wäre, die Fläche für den Preis der Unkosten zu vermieten, als sie weiter ungenutzt zu lassen.

Ein Quartier mit Dienstleistern oder auch Start-Up-Unternehmen von der Bergischen Universität wäre für ihn ein Signal mit Strahlkraft an alle Immobilienbesitzer. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hat bei Messebesuchen in München von vielen Investoren immer wieder gehört, sie wären am Standort Remscheid interessiert, wollten aber nicht die Ersten sein, die dort investieren.

Wieber schaut mit großem Respekt und einer kleinen Portion Neid auf die Marketingräte in Lennep und Lüttringhausen. So viele Initiativen und Veranstaltungen, wie es in diesen Stadtteilen gebe, würde er gerne auch für die Innenstadt organisieren. Doch bei den meisten Händlern fehle es an der Identifikation mit dem Standort. Selbst die Händlerschar der Hindenburgstraße und am Hasten lebe vor, wie man Leben auf die Straße bringt, sagt Wieber.

Einen verkaufsoffenen Sonntag in der Innenstadt zu organisieren, wird für Wieber auch immer schwieriger. Die Gesetzeslage hat sich geändert. Um die Genehmigung für einen verkaufsoffenen Sonntag zu bekommen, muss der Marketingrat Veranstaltungen anbieten, die vom Inhalt und der Art her geeignet sind, eine große Besucherzahl anzuziehen.

Ob der Martinszug oder die anvisierten Marktschreier auf der Alleestraße als Begründung für einen verkaufsoffenen Sonntag im nächsten Jahr ausreichen, steht noch nicht fest. Ordnungsamtsleiter Beckmann arbeitet an einer Vorlage, die der neuen Rechtsprechung entsprechen. Wieber gibt sich aber optimistisch, dass es an der unteren Allee im Foxtrott-Schritt vorangeht.

Quelle: RP
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