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Remscheid
Amerikanischer Nachmittag für Senioren

Remscheid: Amerikanischer Nachmittag für Senioren
Die Schüler bereiteten den Senioren ein buntes Unterhaltungsprogramm. FOTO: Hertgen, Nico (hn-)
Remscheid. 45 Schüler, die sich am Käthe-Kollwitz-Berufskolleg in den Unterstufenklassen der Ausbildung zum Sozialassistenten befinden, haben Senioren von drei Remscheider Altenheimen einen bunten Nachmittag beschert. Von Wolfgang Weitzdörfer

Hollywood hat am Mittwochnachmittag eine Dependance im Käthe-Kollwitz-Berufskolleg in der Freiheitsstraße eingerichtet. Genauer gesagt: das Hollywood der 50er-Jahre. Dazu war das Durchschnittsalter deutlich nach oben angestiegen.

Was war da los? Die zwei Unterstufenklassen der Ausbildung zum Sozialassistenten, insgesamt rund 45 Schülerinnen und Schüler zwischen 16 und 22 Jahren, hatten ihr erstes großes Projekt geplant, organisiert und umgesetzt, wie Projektlehrerin Nina Falkenheim erklärte: "Das Projekt bieten wir an, damit die Auszubildenden einen Einblick in die praktische Arbeit bekommen können und kennenlernen, was es heißt, ein Projekt von Anfang an durchzuplanen."

Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein Prüfungsfach, sondern um ein Angebot des Berufskollegs, das gut ankommt, wie Falkenheim weiter sagte: "Das Projekt wird von den Auszubildenden sehr gut angenommen. Wir haben es nun schon zum dritten Mal durchgeführt, und immer sind es die Auszubildenden selbst, die sich das Thema überlegen und es in der einen Stunde Projektunterricht pro Woche gemeinsam ausarbeiten."

Bei der Planung ging es dann ganz konkret um die einzelnen Aufgaben am Nachmittag, etwa die Kellner, das Fototeam oder die Organisatoren der Spiele. Das sagte auch Tobias Schmidt, 22 Jahre alt, der die Begrüßungsrede gehalten hatte: "Wegen der Rede war ich etwas nervös, aber das hat sich schnell wieder gelegt. Wir haben die Aufgaben im Vorfeld untereinander aufgeteilt und soweit ich das überblicken kann, läuft jetzt auch alles nach Plan." Der 22-Jährige hatte zuvor eine Malerausbildung begonnen, sich dann aber für eine Berufswahl im Sozialen entschieden: "Ich möchte später die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger machen", sagte Schmidt.

Auch die 16-jährige Celina Reiche und ihre 17-jährige Mitschülerin Juliana Hennig waren zufrieden: "Am Anfang war alles noch etwas chaotisch, aber jetzt klappt alles prima", sagte Reiche, die zusammen mit ihrer Freundin und anderen Mitschülern für die Deko zuständig war. Unter anderem für die Fotowand, vor der sich die etwa 15 Bewohner, die mit ihren Betreuern aus den Senioreneinrichtungen Wiedenhof, Haus Lennep und der Pflege-Residenz am Klinikum gekommen waren, fotografieren ließen und sichtlich Spaß am vielfältigen Angebot hatten, das die Nachwuchs-Sozialassistenten geplant hatten.

Neben dem leiblichen Wohl mit Kaffee und Kuchen standen zahlreiche Spiele, Lieder und ein gemeinsamer Sitztanz zum Abschluss des Hollywood-Nachmittags auf dem Programm.

Quelle: RP
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