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Remscheid
Amüsante Zeitreise in internetfreie Zone

Remscheid. Die Bielefelder Stimmungskanone Ingo Oschmann gastierte mit seinem Programm "Wunderbar - Es ist ja so" in der Lenneper Klosterkirche. Es war eine kleine Zeitreise durch Kindheit und Jugend des Künstlers, mit der sich das Publikum im voll besetzten Saal bestens identifizieren konnte. Von Cristina Segovia-Buendía

Künstler, Komiker, Entertainer, Zauberer und Herzensmensch Ingo Oschmann sorgte am Ende seiner Vorstellung für stehende Ovationen in der Klosterkirche. Er hatte erreicht, was nur wenige Künstler vor ihm im Bergischen schaffen: das Publikum von Anfang bis Ende mitzureißen, es zu erheitern, zu amüsieren, zum Staunen und Nachdenken zu bringen und ihnen einen rundum gelungenen Abend zu bescheren.

Der Künstler Oschmann kennt sein Handwerk gut: Mit seinem Programm "Wunderbar - Es ist ja so", hat er eine kurzweilige Zeitreise gestaltet, in der er über Dinge erzählt, die jeder, der in und um die 80er aufgewachsen ist, noch in guter Erinnerung haben dürfte. Seien es die TV-Helden von damals, etwa Michael Knight und sein sprechendes Auto Kitt oder MacGyver, der sich mit einem Taschenmesser und einem Kaugummi aus jeder brenzligen Situation rettete, oder das erste selbst erstellte Mixtape für die Angebetete.

Es wehte ein Hauch Nostalgie aus einer Zeit herüber, in der es noch kein Internet oder Handy gab, in der Freunde noch häufiger zusammensaßen, und nicht nur Klicks über Social Media verteilten. "Zeiten, in denen man für das, was man haben wollte, noch kämpfen musste", sagte Oschmann.

Als Komiker schaffte er es, diese Anekdoten und Geschichten so gut aufzubereiten und zu pointieren, dass seine Zuhörer viel lachten und sich wohl an die ein oder andere ähnliche Situation ihrer Jugend zurückerinnerten. Als Entertainer legte er eine sehr amüsante Choreographie zu Sabrinas "Boys, Boys, Boys" im 80er Stil mit Leggins und Stulpen hin. Das Publikum musste Tränen lachen.Den einen oder anderen Zaubertrick fügte Oschmann in seine Show ein: Wie aus dem Nichts ließ er eine massive Bowlingkugel aus einem großen Zeichenblock heraus plumpsen, ein bemaltes Tuch einer Zuschauerin puhlte er ebenfalls - wie durch Zauberhand - aus einer willkürlich ausgewählten Orange heraus.

Zuletzt begeisterte Oschmann vor allem aber auch als Herzensmensch: Zwischen seinen Geschichten plädierte er immer wieder dazu, die wesentlichen Dinge im Leben nicht aus den Augen zu verlieren.

Er erkundigte sich bei seinen Gästen in der Pause, wie ihnen die Show gefiel, nahm sich am Ende Zeit für Gespräche und Autogramme, sodass am Ende die Zuschauer voller Begeisterung sagen konnten: "Wunderbar - Oschmann ist ja so."

Quelle: RP
 
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